8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Denkmal auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise für die russischen Widerstandskämpfer
Anlässlich des herannahenden 60. Jahrestages des Sieges im Zweiten Weltkrieg 1939-1945 wird im Pariser Friedhof Père Lachaise ein Denkmal für die russischen Teilnehmer der Widerstandsbewegung in Frankreich feierlich enthüllt.

"Die sowjetischen Kriegsgefangenen, die aus Lagern geflohen waren, und die Vertreter der russischen Emigration, die in den Reihen des Widerstandes gekämpft hatten, waren alle für die Franzosen Russen. Und gerade ihnen ist unser Denkmal gewidmet", teilte der bekannte Bildhauer Wladimir Surowzew, der zusammen mit dem Architekten Viktor Passenko Autor des Projekts ist, der RIA Nowosti mit.

Wie Surowzew sagte, stellt das Monument die Bronzefigur eines Partisanen auf einem Marmorpostament dar.

An die Heldentaten der russischen Widerstandskämpfer, von denen über 5000 ihr Leben gegeben hatten, erinnerte im Père Lachaise lediglich eine an der Friedhofsmauer angebrachte Gedenktafel, die der Moskauer Bildhauer Zurab Zereteli angefertigt hatte.

Nunmehr wird diese Tafel an der Stirnseite des Postaments des Denkmals befestigt, und an der Seite sind in den Marmor die Worte eingemeißelt: Die Heimat denkt an sie.

Wie Surowzew sagte, stammen diese Worte von Oleg Oserow, der Vorsitzender der Überregionalen Assoziation der russischen Veteranen des französischen Widerstandes "Combattant Volontaire" und einer der Initiatoren des Denkmals ist.

"Oleg Oserow half mir überhaupt sehr bei der Arbeit. Er hat mir viele Details genannt, die es ermöglichten, die Epoche und die Gestalt eben des russischen Widerstandskämpfers glaubwürdiger wiederzugeben. Die Kleidung des Partisanen, seine Waffe, die beiden am Gürtel hängenden Handgranaten, das an der Tasche aufgenähte Sternchen und die Armbinde mit den Buchstaben FFI - all das wurde nach den Erinnerungen von Oserow gemacht", berichtete Surowzew.

Er bedankte sich auch bei den Mitarbeitern des Koelginski-Vorkommens, wo ein Brocken des berühmten Uraler Marmors für die Herstellung des Postaments des Denkmals gewonnen wurde. Mit diesem Marmor ist unter anderem die Moskauer Christi-Erlöser-Kathedrale verkleidet.

"Die Franzosen - wir haben das Projekt mit dem Präsidenten der Republik und dem Oberbürgermeister von Paris abgestimmt - sagten, dass das Denkmal schon allein durch seinen Stein, erst recht natürlich durch die künstlerische Gestalt des Partisanen, einmalig ist", fügte Surowzew hinzu.

Bei der Ergänzung des Berichts des Bildhauers bemerkte der Veteran des Widerstandes: "Der Gedanke, ob sich die Heimat an uns erinnert, quälte uns alle wirklich in jener Zeit. Denn wir wussten von Stalins Befehl, durch den alle, die in Gefangenschaft geraten waren, zu Verrätern erklärt wurden. Aber meine Kameraden, die wie ich aus der Gefangenschaft geflohen waren und die Waffe in die Hand nahmen, waren keine Verräter. Im Gegenteil. Sie waren wirkliche Patrioten und dachten im Kampf gegen den Faschisten in Frankreich an die Heimat und halfen ihr. Deshalb ist die Aufschrift auf dem Monument "Die Heimat denkt an sie" ein gerechter und verdienter Tribut dem Andenken an jene, die heldenhaft gekämpft haben und gefallen sind, ohne den gemeinsamen Sieg zu erleben." (RIA)
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