8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Jewtuschenko gegen das Hervorheben der Rolle Stalins beim Sieg im Großen Vaterländischen Krieg
Der bekannte russische Dichter Jewgeni Jewtuschenko wendet sich gegen die Versuche, Iossif Stalin die Hauptrolle beim Sieg im Großen Vaterländischen Krieg zuzuschreiben.

"Der Versuch, Stalin, der kein einziges Mal an der Frontlinie war, die Hauptrolle bei diesem Sieg zuzuschreiben, ist in Wirklichkeit keine Lobpreisung der Heldentat des Volkes, sondern ihre Erniedrigung, denn unser großer Sieg wurde vom ganzen Volk vollbracht", sagte der Dichter und Professor an der Universität Talsa (US-Bundesstaat Oklahoma) in einem Interview mit der RIA Nowosti.

Als Persönlichkeit des öffentlichen Lebens und als Autor des bekannten Gedichtes "Die Nachfolger Stalins", das nach der Entlarvung des Personenkultes von Stalin Mitte der 50er Jahre veröffentlicht wurde, betrachtet Jewtuschenko die Versuche gewisser politischer Kreise, den Führer zu rehabilitieren, als "historisches Analphabetentum".

"Welch ein Triumph des historischen Analphabetentums, da unsere selbsternannten ‚Patrioten' trotz der überzeugenden Bücher von Solschenizyn..., trotz einer enormen Zahl unwiderlegbarer Dokumente über den Krieg Stalins gegen das eigene Volk... sich so benehmen, als seien sie Analphabeten", sagte Jewtuschenko.

"Mögen jene 'Kräfte', die die Verbrechen Stalins gegen das eigene Volk zu rechtfertigen suchen, darüber nachdenken, ob sie das Recht haben, sich ‚patriotisch' zu nennen", bemerkte der Literat.

"Unser Volk besiegte den Faschismus nicht dank Stalin, sondern trotz der noch vor dem Krieg von ihm verübten Verbrechen, trotz der Unvorbereitetheit und der Verwirrung zu Kriegsbeginn", meinte der Dichter. (RIA)
Sowjetische Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
zum Vergrössern auf das Bild klicken





Sowjetische Flugblätter für deutsche Soldaten
zum Vergrössern auf das Bild klicken


Deutsche Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
zum Vergrössern auf das Bild klicken