8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Erklärung der Staatsduma im Zusammenhang mit dem 60. Jahrestag der Befreiung des Baltikums von faschistischen deutschen Truppen
Die Abgeordneten der Staatsduma verweisen mit Besorgnis auf die Aktivierung der Kräfte im Baltikum, die bestrebt sind, die blutigen Verbrechen des Faschismus weißzuwaschen. Davon ist in der Erklärung die Rede, die am Dienstag von der Staatsduma im Zusammenhang mit dem 60. Jahrestag der Befreiung des Baltikums von faschistischen deutschen Truppen angenommen worden ist.

Am 24. November 1944 endete die Baltische strategische Offensivoperation der sowjetischen Truppen, in deren Ergebnis die Gruppierung der faschistischen deutschen Truppen im Baltikum zerschlagen wurde. Die Verluste der Roten Armee betrugen im Verlauf dieser Operation über 200 000 Mann.

"Zugleich stellen die Parlamentarier mit Besorgnis fest, dass in den Staaten des Baltikums in den letzten Jahren die Kräfte ihre Aktivitäten verstärkt haben, die unter dem Einfluss der politischen Konjunktur bestrebt sind, die blutigen Verbrechen des Faschismus weißzuwaschen", heißt es in der Erklärung der Statsduma.

"Geehrt werden die sogenannten baltischen ‚Legionäre der Waffen-SS'. Unter ihrer Vorschubleistung werden Denkmäler für die im Kampf für die Freiheit und Unabhängigkeit der Völker Lettlands, Litauens und Estlands Gefallenen geschändet sowie Veteranen und Befreier Verfolgungen ausgesetzt", betonen die Parlamentarier.

In der Erklärung wird hervorgehoben, dass die Abgeordneten der Staatsduma die Politik bestimmter regierender Kreise der Staaten des Baltikums, die auf der voreingenommen Interpretation der Fakten der Geschichte und den Ansprüchen an Russland für die Periode der ‚sowjetischen Okkupation' basiert, für kurzsichtig und den Interessen der Völker dieser Staaten nicht entsprechend halten.

"Praktisch wird das Gleichheitszeichen zwischen der faschistischen deutschen Okkupation der Staaten des Baltikums und der Befreiungsmission der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg gestellt", wird im Dokument unterstrichen.

Die Staatsduma konstatiert, dass diese Spekulationen nach dem Beitritt der baltischen Staaten zur EU und NATO nicht nur nicht nachgelassen, sondern sich hingegen verstärkt haben, und hartnäckig den europäischen Organisationen als Politik gegenüber Russland aufgedrängt werden.

Vor kurzem wandten sich einige Abgeordnete des Europäischen Parlaments, vorwiegend von den baltischen Staaten, an die Chefs einer Reihe von Ländern mit der Initiative, die Begehung des Jubiläums des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg am 9. Mai 2005 in Moskau zu boykottieren, heißt es im Dokument. "Diese Initiative stellt einen Versuch dar, die epische Bedeutsamkeit des Datums und den entscheidenden Beitrag der Sowjetunion zur Zerschlagung der faschistischen deutschen Truppen und zur Befreiung der Völker Europas in Zweifel zu ziehen", meinen die Parlamentarier.

Alle diese gegenüber Russland unverhohlen unfreundlichen Aktionen, die vor dem Hintergrund der nicht enden wollenden Schmälerung der Rechte der russischsprachigen Bevölkerung und der über den Rahmen der demokratischen Standards hinausgehenden massenhaften Staatenlosigkeit der nationalen Minderheiten in Lettland und Estland verwirklicht werden, "bugsieren die Politik dieser Staaten in eine historische Sackgasse hinein und stehen im offensichtlichen Missklang mit den sich beschleunigenden Integrationsprozessen in Europa", meint die Staatsduma.

Sie appelliert an die Parlamentarier und alle Politiker Lettlands, Litauens und Estlands, das heilige Andenken der in den Kämpfen für die Befreiung des Baltikums von der faschistischen deutschen Okkupation, das Andenken jener zu ehren, die das Teuerste - ihr Leben - der großen Sache des Sieges über den Feind der gesamten Menschheit geopfert haben, zu ehren. (RIA)
Sowjetische Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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