8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Gebiet Nowgorod: Die Gedenkstätte "Kinder des Krieges" eröffnet
Am Mittwoch, dem 4. Mai, wird in der Ortschaft Lytschkowo (Gebiet Nowgorod, Nordwestrussland) die Gedenkstätte "Kinder des Krieges" eröffnet.

Wie das Pressezentrum der Gebietsverwaltung Nowgorod mitteilt, sind im Rahmen des Ereignisses viele Veranstaltungen geplant: eine Liturgie in der Kirche, eine Andacht für die hier begrabenen Kinder aus dem Leningrad der Blockadezeit, eine feierliche Kundgebung vor dem Bahnhof Lytschkowo sowie die Eröffnung einer Ausstellung mit Dokumenten über den tragischen Tod von hunderten Kindern in Lytschkowo und über die Geschichte der Verewigung ihres Andenkens.

Am Abend wird in Lytschkowo zum Andenken an die getöteten Kinder ein Salut geschossen.

Laut Archivangaben bombardierten im August 1941 Flugzeuge der Faschisten auf der Station Lytschkowo (Gebiet Nowgorod) einen Zug von zwölf Waggons.

In diesen Waggons wurden Kinder im Vorschulalter aus dem von den Faschisten belagerten Leningrad in den Osten des Landes evakuiert. Durch den Bombenangriff wurde der Zug völlig vernichtet, mehrere hundert Kinder kamen uns Leben; ihre Namen sind unbekannt geblieben. Ihre sterblichen Überreste wurden in einem Massengrab auf dem Dorffriedhof beigesetzt.

Nach der Beendigung des Großen Vaterländischen Krieges gegen den deutschen Faschismus (1941 - 1945) wurde am Ort des Begräbnisses ein bescheidenes Denkmal errichtet.

Beinahe 60 Jahre lang pflegten Frauen aus dem Ort, die den blutigen Bombenangriff mit eigenen Augen gesehen hatten, das Grab der Leningrader Kinder.

Im Herbst 2003 wurde auf dem Friedhof in Lytschkowo ein Denkmal errichtet. Sein Autor ist der in Russland bekannte Moskauer Bildhauer Alexander Burganow.

Auf einem etwa drei Meter hohen Monument gestaltete der Bildhauer ein Kind, das durch eine Explosion in die Luft geworfen wird. Zu Füßen des Kleinen liegt verstreutes Spielzeug, den Hintergrund der Komposition bildet die imitierte Flamme der Explosion.

Am Fuß der aus Bronze gegossenen Skulptur brachte der Bildhauer eine Platte mit der lakonischen Inschrift an: "An alle ums Leben gebrachten Kinder. 1941 - 1945".

2004 begann der Bildhauer aus Wolgograd (ehemals Stalingrad) Viktor Fetissow seine Arbeit an einer Gedenkstätte unmittelbar am Todesort der Kinder, vor dem Bahnhof.

Zum Komplex gehört ein Denkmal, auf dem die aus Bronze gegossene Figur eines kleinen Mädchens mit einem Spielzeug in der Hand in einen riesigen Granitblock (rd. 13 Tonnen schwer, ca. 3,5 Meter hoch) einmontiert ist.

Neben dem Denkmal wird sich ein schwarzer granitener Kubus mit der Inschrift befinden: "Für die Leningrader Kinder, die in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges ums Leben kamen".

Die Denkmäler in Lytschkowo wurden hauptsächlich aus freiwilligen Spenden von Organisationen und von Einwohnern der meisten Regionen des Landes, vom Pazifik bis zur Ostsee, gebaut. Zu den Spendern gehörten auch kleine Kinder, die nach Lytschkowo ihre kleinen Geldbeträge überwiesen.

Am Todesort der Kinder haben Schulkinder aus Sankt Petersburg eine Grünanlage angelegt. (RIA)
Sowjetische Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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