8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Österreich erstattete Russland die Skulptur "Fliegender Merkur" zurück
Eine aus dem Museumsreservat Pawlowsk /Vorstadt von St. Petersburg/ in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges gegen den hitlerschen Faschismus /1941-1945/ entwendete und im Landesmuseum Johanneum von Graz aufbewahrte Skulptur kehrte nach Russland zurück.

Am Donnerstag übergab der österreichische Botschafter Martin Vukovitch sie an Boris Bojarski, den Leiter von Rosochrankultura /Organisation, die sich mit dem Schutz des kulturellen Nachlasses beschäftigt/.

Die Statue "Fliegender Merkur" war 1783 im Auftrag der Zarin Katharina II. angefertigt worden. Ab Ende des 18. Jahrhunderts bis 1941 schmückte diese Statue /eine genaue Kopie des berühmten Werkes von Giambologna, das sich im Nationalmuseum in Florenz befindet/ das Parkensemble des Paul-Palastes.

Vor der Okkupation von Pawlowsk durch die faschistischen deutschen Truppen war die Skulptur vergraben worden. Nach der Befreiung der Stadt gelang es aber nicht, sie zu finden.

Erst 1979 wurde sie rein zufällig von einem russischen Kunstforscher in der Ausstellung im Kunsthistorischen Museum von Wien aufgefunden.

Es vergingen jedoch noch mehr als 20 Jahre, bevor eine von russischen und österreichischen Experten im Mai 2002 vorgenommene gemeinsame Begutachtung eindeutig bestätigte, dass der "Fliegende Merkur" aus Pawlowsk nach Graz geraten war. Aus diesem Grund warf die russische Seite vor den österreichischen Behörden sofort die Frage der Rückgabe der Statue auf.

Die Rückkehr der Skulptur in die Heimat ist den gemeinsamen Bemühungen der Regierung Österreichs, von Rosochrankultura und des Außenministeriums Russlands zu verdanken.

Das heutige Ereignis sei ein besonderes Ereignis. Nicht nur unter dem Gesichtswinkel der Kultur, sondern auch der Politik gesehen. Hier, in Moskau, sei eine Zwischenstation des "Fliegenden Merkur", später werde er an seinem historischen Heimatort in Pawlowsk landen, wo im Herbst die Zeremonie der Übergabe dieser Skulptur auf einer höheren politischen Ebene stattfinden soll. "Wir sind froh, dieses schöne Kunstwerk in die Heimat, den wirklichen Besitzern zurück bringen zu können", sagte der Botschafter Österreichs.

"Der Beschluss der österreichische Regierung, dem Antrag auf die Rückgabe der Statue statt zu geben, der im Vorfeld des 60. Jahrestages der Beendigung des Zweiten Weltkrieges gefasst wurde, wird von Moskau als eine weitere Bestätigung des freundschaftlichen Charakters der russisch-österreichischen Beziehungen gewertet", sagte Alexander Jakowenko, amtlicher Sprecher des Außenministeriums der Russischen Föderation. (RIA)
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