8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Schröder zu Teilnahme an Gedenkfeier in Moskau eingetroffen
Bundeskanzler Gerhard Schröder ist am Sonntagabend zur Teilnahme an den Gedenkfeiern zum 60. Jahrestag des Kriegsendes in Moskau eingetroffen. Mit der traditionellen Siegesparade und einer Kranzniederlegung am Grabmal des unbekannten Soldaten gedenkt Russland am Montag der deutschen Kapitulation am 9. Mai 1945.

Schröder ist der erste deutsche Regierungschef, der zu diesem Anlass in die russische Hauptstadt geladen wurde. An den Feiern in Moskau nehmen auf Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin etwa 50 Staats- und Regierungschefs teil, darunter auch US-Präsident George W. Bush und Frankreichs Präsident Jacques Chirac.

Schröder will am Montagnachmittag auch den Soldatenfriedhof Ljublino im Süden Moskaus besuchen.

Ljublino - Arbeitslager und Friedhof für Kriegsgefangene

Auf dem Soldatenfriedhof Ljublino, den Bundeskanzler Gerhard Schröder am Montagnachmittag besucht, liegen nach Unterlagen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge 486 Deutsche begraben. Außerdem befinden sich hier die Gräber von rund 50 ungarischen und knapp 20 österreichischen Soldaten sowie einiger Angehöriger weiterer Nationalitäten. Eine Kriegsgräberstätte im eigentlichen Sinn ist der Friedhof nicht. Die hier Bestatteten starben nicht bei Kampfhandlungen, sondern zwischen 1945 und 1949 als Kriegsgefangene an schlechten Haftbedingungen und hohen Arbeitsanforderungen.

Die Grabanlage mit ursprünglich meist namenlosen Gräbern, die an einen russischen Friedhof angrenzt, wurde 1994 und 1995 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge neu gestaltet. Dabei wurden die ursprünglichen Betonmarkierungen der Grabstätten durch namentlich gekennzeichnete Steinkreuze ersetzt. Zudem gibt es eine Gedenktafel mit den Namen von 33 weiteren Kriegsgefangenen, die in dem damaligen Arbeitslager umkamen. Ljublino war ein Sammelpunkt für Angehörige der deutschen Wehrmacht, die nach Kriegsende aus Ostdeutschland und den ostmitteleuropäischen Staaten hierhergebracht worden waren. Sie wurden überwiegend im Straßenbau sowie in einem nahegelegenen Eisenbahnwerk als Arbeiter eingesetzt. Um eine bescheidene Grabpflege hatten sich zunächst einzelne Russen ehrenamtlich und auf eigene Initiative gekümmert. [ afp / russland.RU – die Internet - Zeitung ]
Sowjetische Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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Deutsche Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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