8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Die Welt verfolgte die Parade auf dem Roten Platz mit dem Blick der Journalisten aus dem Pressezentrum
Die Siegesparade auf dem Roten Platz, die Treffen der Oberhäupter der Weltmächte und das festliche Feuerwerk konnte die ganze Welt dank der Berichterstattung einiger Tausend Journalisten aus dem Pressezentrum verfolgen.

Das Hotel „Rossija", nur wenige Schritte vom Kreml entfernt, wurde in den Festtagen des 60. Jahrestages des Sieges die Heimstätte für Tausende von Korrespondenten, während der Konzertsaal des Hotels das Pressezentrum beherbergte und ihnen Arbeitsplätze schuf. Am 10. Mai endete die Tätigkeit des Pressezentrums.

„Wir Journalisten müssen schnell und unkompliziert arbeiten können. Moskau erleichterte uns die Arbeit maximal. Die Technik funktionierte einwandfrei, und die Pools waren übersichtlich eingeteilt. Wenn es überhaupt Schwierigkeiten bei der Berichterstattung gab, dann nur wegen des Regens", sagte mit einem Lächeln Jurij Karmanow von der amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press (AP).

Bei einem Gipfeltreffen solchen Ranges trifft sich die Elite des Journalismus. Ausnahmslos alle erkannt an, dass das Pressezentrum im Rossija den höchsten Anforderungen des „Medienrummels" in der Welt gerecht wurde.

Die schreibende Zunft fand mehr als 400 Computerarbeitsplätze vor. Schreibtische gab es für diejenigen, die lieber mit dem eigenen Laptop arbeiten.

Für die Ausgestaltung des gewaltigen Saales hatte der Erste Kanal des Russischen Fernsehens gesorgt. Die Saalwände mit indirekter Beleuchtung, um Flimmern auf den Monitoren zu vermeiden, schmückte ein symbolisches Feuerwerk. An der Metallkonstruktion unter der Saaldecke waren 10 Monitore befestigt, von denen der größte - in der Mitte des Saales - die halbe Wand einnahm.

Als Startseite waren die Computer des Pressezentrums auf www.May9.ru eingestellt, die dem Sieg gewidmet war.

Ein Medienprojekt derartigen Ausmaßes, wie es das Pressezentrum verkörpert, gab es in Russland erstmals aus Anlass der 300-Jahrfeier in Sankt Petersburg.

Die Fernsehzuschauer in den USA, Europa, Asien und in den GUS-Staaten sahen nun die Reportagen und Kommentare ihrer Lieblingsmoderatoren vor dem Hintergrund des Roten Platzes.

„Wenn ich die Tätigkeit bewerten sollte, dann würde ich dem Pressezentrum die Höchstnote geben", sagte der Aufnahmeleiter der japanischen Fernsehgesellschaft NHK, Jaroslaw Kuraschow, lächelnd.

Zur Betreuung der ausländischen Journalisten waren 150 Freiwillige von der Agentur RIA Nowosti und der Moskauer Fremdsprachenuniversität Maurice Throrez abgestellt worden.

Von den Freiwilligen konnte man sich das „Georgen-Band" geben lassen, ein Zeichen der Hochachtung für die Sowjetsoldaten, die den Marsch von Moskau bis Berlin bewältigt haben. In diesen Tagen schmückte das Band viele in- und ausländische Journalisten, die es sich gerne an das Revers hefteten.

Die Veranstalter des Pressezentrums hatten sich aber auch eine Überraschung einfallen lassen: Jeder Journalisten bekam einen Reiserucksack mit dem Siegessymbol. Er enthielt außerdem einen Regenmantel, eine Feldflasche, einen Thermosbecher und einen Kugelschreiber in Form einer Patronenhülse. Das wertvollste Geschenk jedoch waren CDs mit Liedern und Dokumentarszenen aus der Kriegszeit. (RIA)
Sowjetische Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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Sowjetische Flugblätter für deutsche Soldaten
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Deutsche Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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