8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Juncker und Barroso erinnern an Unterdrückung durch Sowjetunion
In der Kontroverse um die Unterdrückung des Ostblocks durch die damalige Sowjetunion haben sich der amtierende EU-Ratsvorsitzende Jean-Claude Juncker und EU-Kommissionspräsident José Manuel Durão Barroso zu Wort gemeldet.

Für diese Länder habe das Ende des Zweiten Weltkriegs keine Befreiung bedeutet, betonte Juncker am Mittwoch während einer Debatte zum 60. Jahrestag des Kriegsendes im Straßburger Europaparlament. Vor allem die baltischen Staaten, die 1940 zwangsweise annektiert wurden, seien "von einem Unglück ins andere" geraten. "Sie waren nicht frei, sondern mussten unter einem Regime leben, das ihnen auferzwungen wurde", betonte der luxemburgische Regierungschef, der noch bis Ende Juni den EU-Ratsvorsitz innehat.

Für viele Menschen in Europa "ging das Licht in dem Moment wieder aus, in dem sie es sahen" betonte auch Barroso. Für sie sei ein Alptraum durch einen anderen ersetzt worden. Ähnlich äußerten sich mehrere Abgeordnete aus den neuen EU-Staaten. Die Länder in Mittel- und Osteuropa seien nach dem Krieg "in die Arme Stalins gezwungen worden", sagte der polnische Euroskeptiker Boguslaw Rogalski. Russland weigere sich, dies zuzugeben. Europa könne sich aber nur mit einem "aufgeklärten Russland" endgültig versöhnen. Für die Länder des ehemaligen Ostblocks sei der Krieg erst mit ihrer Aufnahme in die EU vor einem Jahr wirklich zu Ende gegangen, sagte auch der ungarische Konservative Jozsef Szayer. "Das Kriegsende kann man in Straßburg feiern, nicht aber in Moskau".

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den Streit über die sowjetische Besatzung in Osteuropa erst am Vortag als "abgeschlossen" bezeichnet. Er verwies auf eine Entscheidung des sowjetischen Parlaments von 1989, in der der Hitler-Stalin-Pakt verurteilt wurde. Dies müsse ausreichen, sagte Putin nach einem EU-Russland-Gipfel in Moskau. Die Sowjetunion hatte sich Estland, Lettland und Litauen aufgrund geheimer Vereinbarungen zwischen Stalin und Hitler 1940 einverleibt.[ afp / russland.RU – die Internet - Zeitung ]
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