8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Russische Parlamentarier erklären, dass es unzulässig ist, die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges zu entstellen
Die Staatsduma /Unterhaus des Parlaments/ nahm am Freitag eine Erklärung über die Unzulässigkeit der Entstellung der Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges an.

Die russischen Parlamentarier sind über die sich in letzter Zeit häufenden Erklärungen der Parlamente der baltischen Staaten und Polens empört, in denen die Geschichte grob entstellt und eigene „korrigierte" Versionen der Ursachen und Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges angeboten werden, heißt es in dem Dokument.

„Besonders bedauerlich ist, dass dies zu einem Zeitpunkt geschieht, da die ganze Menschheit den 60. Jahrestag des historischen Sieges über den Faschismus begeht, zu dem die Völker der Sowjetunion mit Unterstützung der Verbündeten aus der Antihitlerkoalition den entscheidenden Beitrag geleistet haben", wird in der Erklärung betont.

Als ungerechtfertigt betrachten die Abgeordneten die Gleichstellung der Sowjetunion mit einem Komplizen bei der Entfesselung des Zweiten Weltkrieges.

Die Parlamentarier erinnern daran, dass der Krieg nicht durch den Abschluss des sogenannten Molotow-Ribbentrop-Paktes, sondern durch das Münchener Abkommen von 1938 eingeleitet worden war, die dem hitlerfaschistischen Deutschland ermöglichte, die Tschechoslowakei zu zerstückeln, und die Entfesselung des Krieges förderte.

Die heute laut werdenden Appelle an Russland, darunter auch von der Tribüne des Europäischen Parlaments, die „Okkupation" der baltischen Staaten zu „bereuen", bewerten die Abgeordneten als heuchlerisch und zynisch.

Lettlands Präsidentin Vaira Vike-Freiberga, die zu den dem 60. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg gewidmeten Feierlichkeiten nach Moskau gekommen war, forderte von Russland, den von Molotow und Ribbentrop unterzeicheten Pakt zu verurteilen.

Präsident Wladimir Putin erklärte am 10. Mai, dass er diese Frage für abgeschlossen halte, weil der Kongress der Volksabgeordneten von 1989 einen Beschluss gefasst hatte, in dem dieser von Molotow und Ribbentrop unterzeichnete Pakt verurteilt wird.

Der von Molotow und Ribbentrop unterzeichnete Pakt enthält Geheimprotokolle zum sowjetisch-deutschen Nichtangriffsvertrag von 1939, die zwischen der Sowjetunion und dem faschistischen Deutschland abgeschlossen wurden. Darin sind detailliert die Einflusssphären zwischen dem Dritten Reich und der UdSSR aufgeteilt. In die Einflusssphäre der Sowjetunion geriet das Baltikum, das Territorium der Westukraine und Westweißrusslands. Der Nichtangriffsvertrag wurde mit einer Geltungsdauer von zehn Jahren abgeschlossen, jedoch vom faschistischen Deutschland am 22. Juni 1941 verletzt.

„Unlauter sind auch die Versuche, durch die Aufstellung von Forderungen nach Entschädigungen an Russland sich auf dessen Kosten gesund zu stoßen", meinen die Parlamentarier.

Bei den russischen Parlamentariern erregt auch die Position der USA in Bezug auf die Annahme der Resolution mit der Forderung an die Regierung Russlands, sich wegen der „ungesetzlichen Okkupation" Lettlands, Litauens und Estlands zu entschuldigen, durch den Senat am 20. Mai Befremden.

Die Staatsduma ruft die Parlamente der europäischen Staaten auf, alle Versuche, den Faschismus zu rehabilitieren und die Geschichte zu entstellen, zu verurteilen, und alle Formen der Diskriminierung auf Grund der Nationalität, Rasse u.a., die im Europa des dritten Jahrtausends unzulässig ist, für außerhalb des Gesetzes zu erklären. (RIA)
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