8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


65. Jahrestag des Überfalls Hitler-Deutschlands - Russland gedenkt seiner Opfer
Am 65. Jahrestag des Beginns des Großen Vaterländischen Krieges begeht Russland den Tag des Gedenkens und der Trauer. Die höchsten Repräsentanten des Staates, die Spitzen der russischen Hauptstadt und Kriegsveteranen legen am Denkmal für den Unbekannten Soldaten im Alexander-Garten am Kreml und am Denkmal für Marschall Georgi Schukow Kränze nieder.

"Gedenken ohne Grenzen" heißt die Aktion, die erstmals an diesem Tag vier Länder vereint und die Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges ehren soll: Russland, Weißrussland, Kasachstan und die Ukraine. Eine Fernsehbrücke zwischen Moskau, Sankt Petersburg, Nowosibirsk, Minsk, Astana und Kiew wird es den Kriegsteilnehmern ermöglichen, mit ihren Kameraden Erinnerungen auszutauschen. In den vier Hauptstädten wird die berühmte 7. Leningrader Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch erklingen. Auf Großbildschirmen werden das Konzert Bilder der Ereignisse umrahmen, denen der Komponist sein Werk geweiht hat.



Gedenkveranstaltungen und Kranzniederlegungen werden auch im Siegespark auf dem Poklonnaja Gora und am Obelisk für die Heldenstadt Moskau stattfinden. Kinder werden an diesem Tag am Obelisk die Ehrenwache halten.

Von symbolischer Kraft wird eine Veranstaltung auf dem Platz vor dem Belorussischen Bahnhof sein. Unter dem Motto "Unser gemeinsamer Sieg" wird das Moskau der Vorkriegsjahre wieder erstehen. Die Pressestelle der hauptstädtischen Eisenbahnverwaltung schilderte der RIA Novosti das Szenarium: "Glückliche Menschen auf Tanzflächen mit der Musik der damaligen Zeit". Und dann eine Kolonne von Soldaten in den Uniformen von einst - der erste Stoßtrupp des Krieges. Von hier aus rückten im Jahre 1941 die Truppentransporte direkt an die Front ab, hieß es bei den Eisenbahnern.

Dazu werden Wochenschauen der ersten Kriegstage zu sehen sein. Auf den Großbildschirmen werden die Namen derer eingeblendet, die nicht von den Schlachtfeldern zurückgekehrt sind oder die bis heute noch immer vermisst sind.

In der Moskauer Vorstadt Odinzowo werden die sterblichen Überreste von 24 sowjetischen Soldaten bestattet, die bei der Verteidigung der Hauptstadt ihr Leben ließen. Sie waren erst kürzlich durch Suchtrupps gefunden worden.

Zum Tagesanbruch des 22. Juni 1941 hatte das faschistische Deutschland wortbrüchig und ohne Kriegserklärung die Sowjetunion überfallen. Weder Armee noch Bevölkerung waren technisch und moralisch auf den Krieg vorbereitet. Und dennoch erhob sich das ganze Volk geschlossen zur Verteidigung der Heimat. Die Standhaftigkeit und der Mut des sowjetischen Volkes erzwang die Wende. Die deutschen Truppen stießen auf den erbitterten Widerstand der Roten Armee. Und dennoch gelang es in den ersten Kriegstagen nicht, den Feind aufzuhalten.

Doch die Blitzkriegspläne der deutschen Generalität scheiterten bereits 1941 vor Moskau. Vernichtende Schläge wurden den Aggressoren dann bei Stalingrad und Leningrad versetzt. Niederlagen folgten im Kaukasus, am Kursker Bogen, in der Ukraine und in Weißrussland. Während des vierjährigen Krieges zerschlugen die sowjetischen Truppen 607 feindliche Divisionen. An der Ostfront verloren die deutschen Truppen und ihre Verbündeten 7,5 Millionen Soldaten.

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Gewaltige Verluste erlitt auch das sowjetische Volk: 47 Millionen Menschen gaben ihr Leben im Kampf gegen die Eindringlinge. Ein kolossaler materieller Schaden entstand. Praktisch aus allen von den Deutschen besetzten Städten wurden die besten Kunstwerke verschleppt. Doch der Sieg im Großen Vaterländischen Krieg kam am 8. Mai 1945, als die bedingungslose Kapitulation Deutschlands unterzeichnet wurde. Moskau erlebte die Siegesparade auf dem Roten Platz am 24. Juni 1945.

Seit 1992 wird der 22. Juni offiziell als Tag des Gedenkens begangen. "An diesem Tag gedenken wir aller Gefallenen, der in den faschistischen Kerkern Gefolterten, der Opfer im Hinterland, die Hunger und Entbehrungen nicht überlebt haben", heißt es in einem Erlass von damals.

Am Tag des Gedenkens werden die Staatsflaggen in Russland auf Halbmast gesetzt. Vergnügungsveranstaltungen und -übertragungen finden an diesem Tag nicht statt. [ RIA Novosti ]
Sowjetische Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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Sowjetische Flugblätter für deutsche Soldaten
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Deutsche Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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