8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Verdacht auf Verwicklung Russlands in Flugzeugabsturz Sikorskis
In Polen sind die sterblichen Überreste des Chefs der Kriegs-Exilregierung, Wladyslaw Sikorski, exhumiert worden, um die Todesumstände zu untersuchen. Es solle geklärt werden, ob Sikorski Opfer eines Unfalls oder eines Anschlags geworden sei, sagte die Leiterin des gerichtsmedizinischen Instituts der Universität Jagellonne in Krakau, Malgorzata Klys, am Dienstag.



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In Polen streiten Historiker über die Frage, ob der mysteriöse Absturz von Sikorskis Flugzeug im Jahr 1943 vor Gibraltar auf einen Anschlag Russlands zurückzuführen ist.

Sikorskis Überreste wurden am Dienstagvormittag aus der Krypta der Kathedrale des Königsschlosses Wawel in Krakau exhumiert und in das gerichtsmedizinische Institut der Universität Jagellonne überführt. Dort untersucht eine Gruppe von rund zwanzig Experten die sterblichen Überreste. Es sollen DNA-Proben genommen und nach giftigen Stoffen gesucht werden. Mit den Ergebnissen der Untersuchung wird in einem Monat gerechnet. Am Mittwoch sollen die Überreste des Generals im Rahmen eines Messe wieder in der Kathedrale zur Ruhe gebettet werden.

Die Großnichte Sikorskis, Ewa Wojtasik, äußerte sich im Vorfeld skeptisch über die Erfolgsaussichten der Untersuchung. Wenn herausgefunden werde, dass Sikorski ermordet worden sei, bleibe der Täter noch immer unbekannt, sagte Wojtasik. Sie gehe davon aus, dass der Fall zu den Akten gelegt werde.

Sikorski führte während des Kriegs in London die polnische Exil-Regierung. Er starb im Juli 1943 bei einem Flugzeugabsturz vor Gibraltar. Der Pilot der Royal-Air-Force-Maschine sagte später als einziger Überlebender aus, dass die Flughebel blockiert gewesen seien. Seitdem gibt es Spekulationen, dass Moskau hinter dem Absturz steckte.

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