8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Russische Kommunisten gegen Teilnahme von NATO-Soldaten an der Jubiläumsparade in Moskau
Die russischen Kommunisten sind über den Plan zur Teilnahme von NATO-Soldaten an der Parade anlässlich des 65-jährigen Jubiläums des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion am 9. Mai empört.



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Der Erste Vizevorsitzende des Zentralkomitees der KPRF, Iwan Melnikow, hat am Montag einen diesbezüglichen Brief an den Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow geschickt.

Die Kommunisten lassen es sich nicht gefallen, dass an der Parade nicht nur die Veteranen der früheren Alliierten, sondern auch aktive Soldaten der NATO-Kräfte teilnehmen könnten. Der Verteidigungsminister wurde in diesem Kontext zu "Kommentaren über die Zuverlässigkeit dieser Informationen" aufgefordert.

Melnikow zufolge hatten mehrere Medien unter Berufung auf die Botschaften der USA, Großbritanniens und Frankreichs diese Informationen veröffentlicht. Zugleich teilte er mit, dass zahlreiche russische Bürger, darunter Kriegsveteranen, darüber empört seien.

Serdjukow hatte Anfang März angekündigt, dass US-amerikanische, britische und französische Soldaten an der Jubiläumsparade teilnehmen würden. Die Botschaften dieser Staaten haben die Beteiligung ihrer Kräfte bestätigt, ergänzte er.

Die KPRF reagierte auf diese Aussage Ende vergangener Woche. Die Teilnahme der Alliierten-Veteranen sei "möglich und nötig", sagte Melnikow damals. "Aber aktive Soldaten von ausländischen Staaten dürfen nicht auf dieser Feier erscheinen und auf dem Roten Platz marschieren."

Aber auch die Alliierten-Veteranen sollten nach seiner Auffassung nicht auf die Ziegelsteine des Roten Platzes zugelassen werden: "Keine Märsche auf dem Roten Platz. Es gibt die Tribünen. Dort können sie (Alliierten-Veteranen) neben unseren Bürgern Platz nehmen und die Festlichkeiten genießen", so der KPRF-Sprecher.

Der Parteichef von "Gerechtes Russland", Sergej Mironow, der auch an der Spitze des Föderationsrates (Parlamentsoberhaus) steht, begrüßte am Montag auf einer Internet-Konferenz in der Online-Zeitung Gazeta.Ru die Teilnehmer der Jubiläumsparade. "Lassen Sie uns Folgendes präzisierten: es handelt sich nicht um die NATO-Länder, sondern um die Alliierten, die das faschistische Deutschland bezwungen haben. Spüren Sie diesen Unterschied", sagte er den Kommunisten.

LDPR-Chef Wladimir Schirinowski sagte in seinem Video-Blog auf der Website des Rundfunksenders "Echo Moskaus": "Die Kommunisten sind und bleiben stur und unklug. "Das ist ein Fest aller Armeen der Welt, denn das ist das Fest des Sieges im letzten Krieg. Einen solchen Krieg wird es nie mehr geben. Und die Kommunisten sind eine Art Sektanten", stempelte Schirinowski die KPRF-Mitglieder ab. [ russland.RU ]


Sowjetische Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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