8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Rigas Bürgermeister: Auch wenn ich Premierminister werde, werde ich den Tag des Sieges feiern


Der Bürgermeister von Riga Nil Uschakow, der als erster Russe in der Geschichte Lettlands diesen Posten bekleidet, will am 9. Mai jeden Jahres den Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland begehen und an Feiern vor dem Rigaer Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Sowjetsoldaten teilnehmen, erklärte er in einem heute veröffentlichten Interview mit der Zeitung Latvijas Avize.




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"Ich will ehrlich sein. Ich will nicht, dass sich meine an russische und lettische Wähler gerichteten Reden voneinander unterscheiden. Ich will kein Geheimnis aus meiner Einstellung zum 9. Mai machen. Meine Großväter haben gegen den Nationalsozialismus gekämpft, das ist der Tag ihres Sieges. Ich halte es für meine Pflicht, ihr Andenken zu ehren. Das habe ich vor meinem Einstieg in die Politik so gemacht und im Falle meiner Wahl werde ich dies weitermachen", teilte Uschakow lettischen Journalisten mit.

Er ist Vorsitzender und Spitzenkandidat des Parteienbündnisses Saskanas Centrs (Zentrum der Harmonie). Am 17. September 2011 soll er für das Bündnis in die vorzeitigen Parlamentswahlen ziehen.

Es sei nicht schlecht, dass andere Einwohner Lettlands das Andenken ihrer Großväter ehren, indem sie am 16. März den Tag der Legionäre der Waffen-SS begehen, meint Uschakow. Er ist jedoch überzeugt, dass das lettische Freiheitsdenkmal im Stadtkern von Riga dafür nicht geeignet ist. "Die meisten Legionäre und deren Familienmitglieder besuchen am 16. März den Soldatenfriedhof in Lestene, und vor dem Freiheitsdenkmal versammeln sich vorwiegend radikale und marginale Politiker", bemerkte er in dem Interview.

Der 9. Mai ist kein offizieller Feiertag in Lettland. Viele Einwohner der Republik, vor allem Russen, deren Zahl bei circa 40 Prozent liegt, feiern trotzdem den Sieg über Nazi-Deutschland. Der 16. März ist ein inoffizieller Gedenktag der lettischen Freiwilligen-SS-Legion. Radikale Organisationen veranstalten an diesem Tag diverse Aktionen. Die Rigaer Duma mit Nil Uschakow an der Spitze verbietet jegliche Kundgebungen am 16. März, um Provokationen zu vermeiden.
[russland.RU]
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