8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Berlin gedachte der gefallenen sowjetischen Soldaten
Am Freitag fanden in Berlin zu Ehren des Tages des Sieges Kranzniederlegungen an den Denkmälern für die gefallenen sowjetischen Soldaten statt.

Blumen und Kränze wurden zu Füßen der Soldatendenkmäler im Treptower Park, in Tiergarten und am Friedhofsmemorial in der Schönholzer Heide im Norden der BRD-Hauptstadt niedergelegt.


An den Veranstaltungen, die durch die russische Botschaft in Deutschland organisiert worden waren, nahmen Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges 1941 - 1945, russische Diplomaten und ihre Familienangehörigen, Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Mitarbeiter unterschiedlicher russischer Einrichtungen in der BRD, Vertreter des Senats von Berlin, von politischen Parteien, Diplomaten aus den GUS-Staaten und aus anderen Ländern teil.

Zu Füssen des 30 m hohen Monuments im Treptower Park, wo sich die weltweit bekannte Figur des sowjetischen Befreiers erhebt, der in seiner einen Hand das von ihm in den Ruinen Berlins gerettete deutsche Mädchen hält und in der anderen das Schwert, mit dem er das faschistische Hakenkreuz zerschlug, legten Ingenieure, Architekten und Arbeiter Blumen nieder. Sie sind hier seit Monaten bei den Sanierungsarbeiten beschäftigt.

"Das kleine Mädchen in den Händen des sowjetischen Soldaten ist das Symbol für das vom Faschismus gerettete Europa, das Symbol des Sieges, für den fast 30 Millionen sowjetischer Menschen ihr Leben gaben", sagte der neue Botschafter Russlands in Deutschland, Wladimir Kotenew, der an der Zeremonie im Treptower Park teilnahm.

Kotenew stellte ferner fest, dass "das deutsche Volk den Aufruf zum Frieden, der von diesem Memorial der Befreier ausgeht, erhörte, und dass das moderne Deutschland seinen großen Beitrag zur Sache des Friedens in Europa leistete und leistet".

Der russische Botschafter bedankte sich bei den Restauratoren des Denkmals im Treptower Park, wo fast 7500 sowjetische Soldaten beerdigt sind. Dabei unterstrich er, dass Deutschland "seine vertraglichen Verpflichtungen über die Pflege und den Erhalt der sowjetischen Soldatenfriedhöfe und -denkmäler umfassend erfüllt".

Auf dem Territorium Ostdeutschlands, der früheren DDR, gibt es mehr als 500 größerer und kleinerer Soldatenfriedhöfe. Auf ihnen fanden 390 000 Gefallene des Großen Vaterländischen Krieges ihre Ewige Ruhe, gefallen auf dem Weg nach Berlin. Allein in Berlin gibt es mehr als 10 Denkmäler und Memoriale, wo Soldaten beerdigt sind, die buchstäblich in den letzten Stunden der großen blutreichen Schlacht für die Freiheit der Völker Europas fielen, darunter auch für das deutsche Volk.

Insgesamt fielen bei der Einnahme von Berlin über 100.000 sowjetische Soldaten und Offiziere.

Im westlichen Teil Deutschlands, auf dem Territorium der "alten" BRD, gibt es etwa 3.500 Grabstätten, wo mehr als 800.000 sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion beerdigt sind.

In der BRD gibt es seit 1953 ein Gesetz, wonach alle diese Gräber als "Grabstätten der Opfer von Kriegen und Tyrannei" angesehen werden. Sie werden ständig gepflegt. (RIA)
Sowjetische Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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Sowjetische Flugblätter für deutsche Soldaten
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Deutsche Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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