8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Deutschland kümmert sich um die Denkmäler für die sowjetischen Soldaten
Die Behörden der BRD kümmern sich um die Denkmäler für die sowjetischen Soldaten und ihre Grabstätten sogar mehr, als es zu Zeiten der DDR der Fall war. Diese Meinung brachte in einem Gespräch mit RIA Nowosti der Vertreter des Amtes für Stadtentwicklung des Berliner Senats,

Hans-Georg Büchner, selbst ein ehemaliger DDR-Bürger, zum Ausdruck.

Ihm zufolge werden aus dem Bundeshaushalt allein für den Unterhalt der Gedenkstätten für die sowjetischen Soldaten in Berlin 1 Mio. Euro bereitgestellt. Daneben werden Mittel auch aus dem Haushalt der Stadt Berlin eingesetzt. Die Fragen des Erhalts der Denkmäler und Grabstätten in einem gebührenden Zustand werden durch Regierungsabkommen zwischen Russland und Deutschland geregelt.

"Die deutsche Seite hält sie streng ein". Ein Beispiel dafür ist die Restauration des Memorials im Treptower Park mit der weltweit bekannten Figur des Sowjetsoldaten mit dem geretteten deutschen Mädchen auf den Armen. Insgesamt wurden dafür 1,5 Mio. Euro ausgegeben. Die Restaurierungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen; es müssen noch die Stufen überholt werden. Doch Büchner hofft, dass bis zum 60. Jahrestag des Kriegsendes alles fertig ist.

Im Treptower Park sind etwa 5 Tausend Soldaten bestattet. "Und nun sind die Recherchen sehr wichtig, denn bei Weitem nicht alle Namen der Gefallenen sind bekannt", erklärte der Vertreter des Berliner Senats. "Wir stehen mit dem Archiv des russischen Verteidigungsministeriums in Podolsk in Kontakt. Bis in das Detail klären wir die Namen der Gefallenen. Das ist außerordentlich wichtig, damit es keine namenlosen Gräber gibt, damit die Leute die Gefallenen namentlich kennen".

In Berlin gibt es drei große Gedenkstätten für die sowjetischen Soldaten: im Treptower Park, im Tiergarten und in der Schönholzer Heide. Hier sind die meisten der 21 000 sowjetischen Militärangehörigen bestattet, die beim Sturm der deutschen Hauptstadt ums Leben kamen. "Alle Denkmäler und Gräber sind gepflegt", stellte Bücher fest.

Mit ihm erklärt sich der letzte Oberbefehlshaber der Westgruppe der Streitkräfte, Generaloberst Matwej Burlakow, einverstanden. Er kam aus Anlass des 10. Jahrestages des Abzugs der russischen Truppen nach Deutschland. "Nur die sowjetischen Panzer als Teil der Gedenkstätte im Tiergarten haben sie mit grüner NATO-Farbe angestrichen. Früher war es unsere einheimische", bedauerte er.

Nach Angaben der russischen Botschaft in Deutschland befinden sich auf dem Territorium des Landes 3.900 Friedhöfe, wo 800 Tausend sowjetische Soldaten ihre letzte Ruhestätte fanden. Alle Grabmäler befinden sich in einem gebührenden Zustand.

Natürlich gibt es kleine technische Probleme, die hauptsächlich damit zusammenhängen, dass es an Geld mangelt, so der Gesprächspartner. Aber insgesamt sind wir zufrieden, wie sich die deutschen Behörden um das Gedenken der gefallenen sowjetischen Soldaten kümmern. (RIA-Nowosti-Korrespondent Taras Lariochin)
Sowjetische Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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Sowjetische Flugblätter für deutsche Soldaten
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Deutsche Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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