8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Präsident Adamkus soll politisch ausgeprüfte Entscheidung über die Reise nach Moskau am 9. Mai treffen
Präsident Adamkus soll vor der Reise nach Moskau am 9. Mai zur Teilnahme an den Feierlichkeiten aus Anlass des 60. Jahrestages des Sieges im Zweiten Weltkrieg nicht nur die patriotischen Gefühle eines Teils der Bevölkerung des Landes, sondern auch praktische Interessen des Staates in Betracht ziehen.

Das erklärte der Premierminister Litauens Algirdas Brazauskas in einem Programm des Nachrichtensenders Ziniu radijas.

"Von der Unannehmbarkeit der Reise zu den Feierlichkeiten aus Anlass des 60. Jahrestages des Sieges am 9. Mai 2005 sprechen in Litauen jene Menschen, die keine Verantwortung für praktische Seite der Beziehungen zu Russland tragen", sagte er.

Den Worten des Premiers nach versteht er die Gefühle und Stimmungen eines Teils der Bevölkerung des Landes. Aber bei der Entscheidung über die Reise soll auch die andere, praktische Seite dieser Sache, erwogen werden.

"Ich verstehe ihre patriotischen Gefühle. Ich bin selbst Litauer und stelle mir sehr gut diese /vom Volk Litauens gebrachten/ Opfer vor", erklärte Brazauskas. "Dazu noch fahren Spitzenvertreter von 54 Staaten, die ebenso wie Litauen unter dem Stalinismus gelitten haben, nach Moskau."

Der Präsident Litauens sagte nach der Rückkehr aus dem Urlaub, den er in Mexiko und den USA verbracht hatte, erneut, dass er die Entscheidung nach Konsultationen mit Vertretern der litauischen politischen Parteien - und zu der "für Litauen strategisch vorteilhaften Zeit" treffen werde.

"Diese Frage soll allseitig, unter Berücksichtigung der Meinung der Einwohner des Landes und der internationalen Gemeinschaft, dabei abgestimmt, gelöst werden. Wenn sich die beste Gelegenheit dazu bieten wird, werden wir das, wie ich denke, tun", sagte Präsident Adamkus nach der Rückkehr aus dem Urlaub.

In den baltischen Ländern wird nämlich der 9. Mai 1945 als das Datum des Beginns der "sowjetischen Okkupation Litauens, Lettlands und Estlands, die ein halbes Jahrhundert gedauert hat", betrachtet. Darum hat die Einladung zu den Feierlichkeiten in Moskau, die an die Chefs der baltischen Länder gerichtet worden ist, in Litauen eine widersprüchliche Einschätzung erhalten. (RIA)
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