8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Schröder zu 60. Jahrestag des Weltkriegsendes in Moskau
Die Opposition hat die Entscheidung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) als "historisch einseitig" kritisiert, den 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs im kommenden Jahr in Moskau zu feiern.

FDP-Chef Guido Westerwelle sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", die "einseitige Achsenbildung der deutschen Außenpolitik" schade der europäischen Integration und liege deshalb nicht im deutschen Interesse. CDU-Chefin Angela Merkel sagte der "FAS", sie gehe davon aus, dass der Bundeskanzler zu diesem Anlass "nicht nur in Russland sein wird".

Schröder nahm eine Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Teilnahme an den Feierlichkeiten an. Dies sei "ein Zeichen der Aussöhnung mit Russland", zitiert das Blatt Regierungssprecher Béla Anda. Bisher ist nicht geklärt, ob Schröder sowohl am 8. als auch am 9. Mai in Russland sein wird. Dort wird des Kriegsendes am 9., im Westen am 8. Mai gedacht. Putin hatte Schröder bereits während des G8-Treffens in Sea Island im Juni eingeladen. Schröder hatte seine Teilnahme zugesagt.

Das deutsch-russische Verhältnis sei ein kostbares Gut, sagte Westerwelle. Doch "die Befreiung Deutschlands haben wir nicht nur Russland, sondern allen Alliierten zu verdanken". FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt meldete "große Bedenken" an, "ob dies angesichts der gegenwärtigen rechtsstaatlichen Entwicklung in Russland die richtige Entscheidung ist". In jüngster Zeit war Schröder sowohl von der Opposition als auch von Politikern der Koalition immer wieder vorgeworfen worden, er verhalte sich Putin und vor allem dessen Tschetschenienpolitik gegenüber zu wenig kritisch.
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