8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Aufstellung eines Stalin-Denkmals auf Krim könnte Unruhen provozieren
Die Zeitung "Kommersant" geht am Donnerstag auf die Pläne ein, im Vorfeld des Jubiläums des Sieges im 2. Weltkrieg Stalin-Denkmäler auf der Krim sowie in Wolgograd aufzustellen.

Ursprünglich sollte ein Denkmal für die drei Staatschefs der Antihitlerkoalition - Jossif Stalin, Winston Churchill und Franklin Roosevelt, auf der Krim, vor dem Liwadienpalast, aufgestellt werden. Sergej Kunizyn, Regierungschef der Autonomen Republik Krim, weigerte sich jedoch, das Geschenk des Bildhauers Surab Zereteli anzunehmen, um die Beziehungen mit der Gemeinde der Krimtataren nicht zu verschärfen. (Die Krimtataren wurden 1944 auf Beschluss Stalins von der Halbinsel deportiert.)

Darauf beschloss Zereteli, das Denkmal der Stadt Wolgograd zu schenken.

Unterdessen schlug der ukrainische Volksdeputierte Leonid Gratsch in einer Sitzung des Ortssowjets von Liwadien vor, das Denkmal für die "Troika" doch in diesem Ort aufzustellen. Und die Abgeordneten billigten diese Initiative.

Zereteli selbst wäre bereit, die Denkmäler sowohl in Jalta als auch in Wolgograd aufstellen zu lassen.

Wie es im Petersburger Betrieb hieß, wo die "Troika" gegossen wurde, seien dort zwei Exemplare der Plastik hergestellt worden.

"Wird in Jalta ein Stalin-Denkmal aufgestellt, dann wird sich das ganze krimtatarische Volk erheben, mit unvorstellbaren Folgen ", erklärte Fewsi Kubedinow, Mitglied des Rates von Vertretern des krimtatarischen Volkes beim Präsidenten der Ukraine. Herr Kubedinow, der die Partei der Krimtataren "Adamet" leitet, ist sicher, dass "das Denkmal nicht einmal auf die Insel kommen" werde. Leonid Gratsch, der aktivste Befürworter des Stalindenkmals in Liwadien und Kommunistenchef der Halbinsel, sagt nach Kubedinows Worten selbst, dass "er die Stärke der Partei Adamet gut kennt". "Er sagt doch selbst, dass sie tausende von Warlords zählt, die an Kampfhandlungen in Tschetschenien teilgenommen haben", so Kubedinow.

Viktor Nikschin, Assistent des Atamans des Kosakenbunds der Krim, erwiderte darauf: "Die Tataren sollen nur versuchen, das Denkmal anzutasten." Nach seinen Worten würden alle Einheiten des Kosakenbunds der Krim und das ukrainische Registerkosakentum der Halbinsel zum Schutz des bronzenen "Volksführers" mobilisiert. (RIA)
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