8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges


Russlands Botschafter in USA warnt vor Herabsetzung der Rolle Russlands an Zerschlagung des Nazismus
Russlands Botschafter in den USA, Juri Uschakow, warnte vor Versuchen, die Rolle Russlands an der Zerschlagung des Nazismus herabzusetzen.

„Niemand kann noch etwas daran ändern, dass die Zukunft der Welt auf den Schlachtfeldern des Großen Vaterländischen Krieges entschieden wurde. Gerade so wird dieser Krieg bei den Russen und allen anderen Völkern (der Sowjetunion) genannt, die ihr gemeinsames Vaterland verteidigt haben", stellte der Botschafter in einem am Mittwoch in der „Washington Times" veröffentlichten Artikel fest, der dem 60. Jahrestag des Sieges gilt.

„Je näher das Jubiläum heranrückt, desto hartnäckiger werden leider die Versuche, die Geschichte neu zu schreiben und die Rolle unseres Landes an der Zerschlagung des Nazismus herabzusetzen", betont der russische Diplomat.

„Sechs Jahrzehnte nach dem Krieg marschieren SS-Veteranen aus verschiedenen Ländern erneut unter ihren Fahnen, während ihre militärischen ‚Heldentaten' bejubelt werden, weil sie angeblich für eine ‚nationale Befreiung' gekämpft hätten", heißt es im Beitrag. Heute finden sich in der Welt „Historiker und Erzieher der jungen Generation, die nicht abgeneigt sind, Opfer und Henker gleichzusetzen."

„Wie zynisch muss man sein, um etwas ‚Positives' an den Nazi-Gräueltaten zu finden - denn dazu gehört auch die kaltblutige Vernichtung von sechs Millionen Juden! Wie kann man die faschistischen Helfershelfer und Kollaborateure, die sich mit dem Blut russischer Soldaten und Zivilsten beschmutzt haben, mit Veteranen der Roten Armee gleichsetzen? Die Nazi-Verbrechen sind nun einmal Nazi-Verbrechen ... Eine andere Bewertung kann es nicht geben, jedenfalls nicht in der zivilisierten Welt."

Der russische Botschafter warnte vor einer „unfairen Auslegung der Lehren des Zweiten Weltkrieges" und betonte, dass eine solche Auslegung „ein Verrat an den Veteranen wäre, die mit uns sind, und an dem Andenken derjenigen, die den gemeinsamen Sieg mit ihren Leben bezahlt haben."

Uschakow verwies darauf, dass Russland und die USA im Vorfeld des 60. Jahrestages des Sieges „einen Grund haben, ihr eigenes und besonderes Jubiläum zu feiern".

„Gemeinsam mit russischen und amerikanischen Veteranen kommen wir am 25. April auf den Arlington-Friedhof, um Kränze an einer Gedenktafel niederzulegen, die ‚den Geist der Elbe' symbolisiert. Gerade an jenem Tag vor 60 Jahren trafen sich unsere und die amerikanischen Soldaten an den Ufern dieses deutschen Flusses." Damals schworen die Frontsoldaten beider Länder, „Frieden zu bewahren, und sie blieben diesem Schwur ihr ganzes Leben lang treu".

„Unsere beiden Länder müssen den ‚Geist der Elbe' schützen und bewahren", stellte Uschakow fest. „Die Erinnerung an die Waffenbrüderschaft muss helfen, solche Beziehungen zu gestalten, die uns zu wahren Verbündeten machen würden, wie dies in den leidvollen Kriegsjahren gelang."

„Der große Sieg über die Kräfte des Bösen in jenem Krieg muss gemeinsam vor denjenigen geschützt werden, die jetzt seine historische Bedeutung zu schmälern und die Helden anzuschwärzen versuchen", heißt es im Artikel des Botschafters Russlands. (RIA)
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