8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges – Historische Hintergründe




05-05-2005 Kapitulation Historie
Hitler wurde von sowjetischen jüdischen Ärzten obduziert
Der erste, der öffentlich erklärte, dass der Krieg gegen Hitler verhängnisvoll das Leben gerade des jüdischen Volkes traf, war Stalin. In seiner Ansprache auf einer Sitzung des Moskauer Stadtsowjets am 6. November 1941 sagte er:

"Die Hitlerleute veranstalten mittelalterliche Pogrome gegen Juden ebenso gern, wie sie das Zarenregime veranstaltet hatte. Die Hitlersche Partei ist eine Partei der mittelalterlichen Reaktion und der Pogrome, wie sie die vorrevolutionären Schwarzhunderter verübten."

Vor dem Krieg lebten auf dem Territorium der Sowjetunion ungefähr drei Millionen Juden; der stürmische Angriff der Reichswehr zerschnitt die jüdische Welt in zwei Teile. Etwa 1 300 000 Juden sahen sich in okkupierten Gebieten, ihr Los war fürchterlich. Sie hatten einfach physisch keine Zeit, Widerstand zu leisten.

Aber jener Teil der Juden, der die Evakuierung zeitlich geschafft hatte, und der Teil, der auf dem freien Territorium blieb - insgesamt etwa 1 700 000 Personen -, leistete dem Faschismus gleich den Russen, Ukrainern, Tataren und den anderen Völkern der UdSSR erbitterten Widerstand,

Unter den Juden gab es nicht nur gemeine Soldaten und Offiziere, sondern auch eine Reihe hervorragender Feldherren. Genannt seien der Marschall der Panzertruppen M. Katukow, der Oberbefehlshaber der Fliegerkräfte J. Smuschkewitsch, der Stabschef der Fernfliegerkräfte General M. Schmeljow, ferner 92 Generale der Waffengattungen und neun Befehlshaber von Armeen und Flottillen. Insgesamt zählten die Truppen 270 Generale und Marschälle jüdischer Nationalität.

Schließlich gehörten Stalins nächster Umgebung vier jüdische Volkskommissare (Minister) an: Lasar Kaganowitsch, Boris Wannikow, Semjon Ginsburg und Isaak Salzman. In ihren Händen war die Macht über die Eisenbahnen, die Munition, das Militärbauwesen und die Panzerindustrie konzentriert. Ein besonderes Verdienst der Juden besteht inder Formulierung der Ideologie des Krieges.

Zu Beginn war das Sowjetvolk durch den Überfall der Deutschen überrascht und verwirrt, aber erstens hatte Deutschland bald als Feind, bald als brüderlicher Verbündeter in der Konfrontation mit Großbritannien und den USA gegolten. Zweitens waren die Sowjetbürger im Geiste des Internationalismus erzogen und erwarteten in der ersten Zeit - paradox genug! -, sehr bald würden sich die Wehrmachtsoldaten, das heißt, die deutschen Arbeiter und Bauern, weigern, gegen den sozialistischen Staat Krieg zu führen, und zusammen mit den Russen die Waffen gegen die Unterdrücker - die deutschen Kapitalisten - umdrehen.

Dieser Mythos der Blindheit musste so bald wie möglich zerstört werden.

Hier spielte der jüdische Intellektuelle Ilja Ehrenburg eine außerordentlich große Rolle. Er war viel durch die Welt gereist und wohl der einzige Jude in der UdSSR gewesen, der vom rassistischen Ziel des Krieges wusste. Er hatte diese Erfahrungen gesammelt, als er während des spanischen Bürgerkrieges Kriegsberichterstatter in Spanien war. In jenen Jahren kämpften auf Seiten der Republikaner sechs internationale Brigaden. In ihren Reihen standen beinahe 6 000 Freiwillige jüdischer Herkunft.

Spanien war Ehrenburgs Startplatz.

Er begegnete dem Überfall Deutschlands als überzeugter Ideologe des Antifaschismus. Ihm standen die Seiten aller wichtigsten Zeitungen des Landes - "Prawda", "Iswestija", "Krasnaja swesda" (Roter Stern) - und der Rundfunk der Sowjetunion zur Verfügung. Ehrenburg verwarf entschlossen die Dogmen des Internationalismus und gab die Losung "Töte den Deutschen!" aus.

Dem rassistischen Krieg setzte er ein gleiches Rassenprinzip entgegen.

Seine Pamphlete und Artikel aus den Kriegsjahren bildeten später einen ganzen Band seiner Gesammelten Werke.

Ehrenburg wurde enorm populär im Krieg führenden Land, seine klare Losung beseitigte den internationalistischen Wirrwarr in den Köpfen. Gerade unter seinem Einfluss entschloss sich Stalin dazu, auf die alte Hymne (ihre Rolle spielte die Internationale) zu verzichten und mitten im Kriege, 1942, einen Wettbewerb um die Schaffung einer neuen Hymne auszuschreiben.

Nach dem Krieg bildeten sich in der sowjetischen Geschichte zwei einander entgegengesetzte Ansichten über die Rolle der Juden im vergangenen Krieg heraus. Ein Teil der Historiker war bemüht, die Verdienste der Juden um jeden Preis herabzumindern, ihre Opponenten erhoben nicht weniger hitzige Einwände dagegen. Es hagelte Beleidigungen und Beschuldigungen.

Der Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn hat in seinem Buch "200 Jahre zusammen" den Versuch unternommen, sich einen Standpunkt "über dem Getümmel" zu bilden. Zwar stieß sein Buch als Ganzes in den russischen liberalen Kreisen auf Ablehnung, aber die dem Krieg gewidmeten Seiten wurden von allen akzeptiert.

"Ich habe Juden an der Front gesehen. Habe kühne Leute unter ihnen gekannt. Da muss ich zwei furchtlose Panzerbekämpfer hervorheben: meinen Freund Leutnant Emmanuil Masin und den blutjungen Soldaten Borja Gammerow, einen gestrigen Studenten. Beide wurden verwundet."

Aus Solschenizyns Werk erfahren wir beispielsweise von jüdischen Schriftstellern, seinen Kollegen, die freiwillig in den Krieg zogen, dem Lyriker Boris Sluzki, dem Kritiker Lasar Lasarew, der zwei Jahre lang an der vordersten Linie kämpfte, bis ihm beide Arme verunstaltet wurden. Diesen Fakten fügt Solschenizyn zahlreiche Seiten hinzu, die der Teilnahme der Juden am gemeinsamen Krieg gegen den Faschismus gewidmet sind.

Die angekohlten Leichen von Hitler und Eva Braun wurden am 4. Mai 1945 von den Rotarmisten Tschurakow, Olejnik und Serouch aus einem Bombentrichter an den Mauern der Reichskanzlei in Berlin freigeschaufelt. Sie hüllten die Leichen in eine Soldatenschlafdecke ein. Daneben legten sie die beiden toten Hunde Hitlers, einen Schäferhund und einen Welpen. Bald danach wurde die Leiche des Führers zur Identifizierung inden nordöstlichen Berliner Vorort Buch gebracht, und dort fand im roten Ziegelgebäude der örtlichen Klinik eine gerichtsmedizinische Expertise statt. Sie wurde vom Chefpathalogieanatomen der Roten Armee, Oberst Krajewski, der Ärztin Anna Maranz sowie den Ärzten Boguslawski und Gulkewitsch vorgenommen. Die Leitung hatte dabei der gerichtsmedizinische Chefsachverständige der 1. Weißrussischen Front, Faust Iossifowitsch Schkarawski.

Diese Ärzte waren sämtlich Juden.

Hätte Hitler so etwas auch nur in einem bösen Traum träumen können? (Anatoli Koroljow, politischer Beobachter der RIA Nowosti.)
Sowjetische Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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Deutsche Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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