8./9. Mai - Ende des Großen Vaterländischen Krieges – Historische Hintergründe




16-05-2005 Kapitulation Historie
Es ist eine Lüge, dass unsere Kriegführung unbegabt war
Der Zweite Weltkrieg endete nicht im Mai fünfundvierzig und nicht in Berlin, sondern im September und im Fernen Osten: nach der Zerschlagung des militaristischen Japan, an der neben den Truppen der USA auch die Rote Armee teilnahm.

Die mandschurische Operation, die von den Truppen der Transbaikalischen, der 1. und der 2. Fernostfront sowie der Mongolischen Revolutionären Volksarmee im Zusammenwirken mit der Pazifikflotte und der Amur-Flottille der Sowjetunion durchgeführt wurde, ist für immer in die Geschichte der Kriegskunst eingegangen.

Über unbekannte und wenig bekannte Einzelheiten dieser Operation berichtete dem militärischen Kommentator der RIA Nowosti Viktor LITOWKIN ein unmittelbarer Teilnehmer an jenen Ereignissen: Armeegeneral Machmut GAREJEW, Präsident der Akademie der Militärwissenschaften Russlands.

V. Litowkin: Machmut Achmetowitsch, ich möchte unser Gespräch mit einer heute recht akuten Frage beginnen. Musste die vom Krieg gegen Nazideutschland unendlich erschöpfte Sowjetunion auch noch in den Krieg gegen Japan eintreten? Die Japaner bedrohten uns nicht allzu sehr. Im Verlaufe des ganzen Krieges wahrten sie eine hinreichende Neutralität, die Amerikaner aber, denen wir zu helfen versprachen, zögerten in jenen Jahren die Eröffnung der zweiten Front auf jede Weise hinaus und beobachteten zynisch, wer in jenem Kampf die Oberhand gewinnen werde, ob Deutschland oder die UdSSR. Warum mussten wir ihnen im Kampf gegen Japan helfen? Sie wären ja auch ohne uns ausgekommen.

M. Garejew: Ich denke, die Behauptung, die Amerikaner hätten es im Osten ohne uns geschafft, kommt der Behauptung gleich, auch wir hätten im Westen ohne sie auskommen können. Das war wohlgemerkt ein Weltkrieg. Auf der einen Seite kämpften die Aggressoren, das heißt die Achsenmächte (Berlin - Rom - Tokio), auf der anderen Seite die Antihitler-Koalition, deren Hauptteilnehmer die UdSSR, die USA und Großbritannien waren. Weder wir noch die Amerikaner konnten den Krieg beenden, ohne die Aufgaben sowohl im Westen als auch im Osten gelöst zu haben.

Zur Position von Moskau wäre Folgendes zu sagen. Wie sich unsere Alliierten Großbritannien und USA auch verhielten, wie viele Mängel Stalins Tätigkeit, besonders im Lande selbst, auch aufwies, muss dennoch direkt betont werden, dass unser Staatsoberhaupt in der internationalen Zusammenarbeit und in Bezug auf die Vereinbarungen mit den Alliierten außerordentlich konsequent war. In dieser Hinsicht können ihm selbst Leute im Ausland, die ihn absolut ablehnen, nichts vorwerfen.

Doch kam es hier natürlich nicht nur auf das Wollen oder Nichtwollen einzelner führender Politiker an. Für uns gestaltete sich der Krieg von Anfang an auf eine Weise, dass wir im Westen und im Osten bedroht waren. Angefangen mit der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre, gingen alle strategischen Pläne der UdSSR von der Aufgabe aus, auf einen Zweifrontenkrieg vorbereitet zu sein: im Westen gegen Deutschland, was mit aller Bestimmtheit betont wurde, und im Osten gegen Japan. Das wichtigste Ziel der Politik, der Diplomatie und der Kriegshandlungen bestand darin, zu vermeiden, dass man uns gleichzeitig einen Krieg von beiden Seiten aufzwang; vielmehr ging es uns darum, zuerst gegen den einen und dann gegen den anderen Gegner - sozusagen der Reihe nach - kämpfen zu können.

In diesem Sinne blieb die Aufgabe, das militaristische Japan zu zerschlagen, für die sowjetische Führung stets auf der Tagesordnung. Warum? Denken wir an die Schande des Russisch-Japanischen Krieges. Im Gedächtnis der Völker Russlands blieb die Niederlage von 1905 als ein tiefer Schmerz und eine tiefe Wunde. Die Menschen der älteren Generation warteten jahrzehntelang darauf, dass diese Schande endlich getilgt werde. Das Gefühl einer gerechten Rache ist von der Psyche der Russen nicht wegzudenken. Nicht zu vergessen ist außerdem, dass Japan in jenem Krieg Russland einen schweren Schaden zufügte. Es nahm uns Sachalin, die Kurilen und andere Territorien weg, die Japan im Grunde widerrechtlich angeschlossen wurden. Während unseres Bürgerkrieges besetzten die Japaner einen Großteil des Fernen Ostens und gingen dort äußerst grausam vor. Sie erschossen Tausende Menschen. Faktisch verübten sie eine unverhohlene Aggression gegen uns. All das erforderte eine entsprechende Gegenreaktion.

Und schließlich vielleicht das Wichtigste: Stalin hielt es für seine Pflicht, sein Wort einzulösen. Über den Eintritt der Sowjetunion in den Krieg gegen Japan wurde bei all unseren Verhandlungen mit den Alliierten gesprochen. Sie bestanden darauf, ja sie baten die UdSSR eindringlich darum, in diesen Krieg einzutreten. Bis zur Konferenz in Teheran gab Stalin immer eine ausweichende Antwort. Dort aber versprach er doch, den Krieg gegen Japan anzufangen. Besonders scharf wurde diese Frage auf der Krim-Konferenz gestellt. In Jalta sagte Stalin schon bestimmt, die Sowjetunion werde zwei bis drei Monate nach Beendigung des Krieges gegen Deutschland in den Krieg gegen Japan eintreten. Drei Monate später, auf den Tag genau, löste er sein Versprechen ein: Am 9. Mai war der Krieg in Europa zu Ende, und am 9. August begannen wir die Kriegshandlungen gegen Japan.

V. Litowkin : Sie, Machmut Achmetowitsch, waren damals ein junger Hauptmann, nicht wahr?

M. Garejew: Nein, ich war schon Major.

V. Litowkin: Dennoch hatten Sie schon im Westen den Krieg mitgemacht, und darauf mussten Sie noch im Osten kämpfen. Welches sind Ihre persönlichen Eindrücke: Waren die Menschen, die einen solchen Kampfweg wie Sie zurückgelegt hatten, nicht schon kriegsmüde? Mit welchen Gefühlen hörten sie die Nachricht, dass sie, nachdem sie in dem einen Krieg glücklich mit dem Leben davongekommen waren, nun in einen anderen Krieg getrieben wurden, in dem man doch ebenfalls hätte fallen können?

M. Garejew: Ich werde auf diese Frage antworten, aber zuerst möchte ich den Gedanken, den ich schon angesprochen habe, zu Ende führen.

Wir sind dabei stehen geblieben, dass Stalin genau drei Monate nach dem Sieg über Deutschland Japan den Krieg erklärte. Was muss hierbei beachtet werden? Heute werden zahlreiche Ereignisse aus jener Zeit falsch beleuchtet, ja entstellt. Viele behaupten, die Sowjetunion hätte nicht in jenen Krieg eintreten dürfen. Man hört sogar Behauptungen, wir hätten den Nichtangriffspakt verletzt. Aber die UdSSR gab bereits im April 1945 ihren Austritt aus diesem Pakt bekannt. Es gab also keinen Verstoß dagegen. Wir handelten in Übereinstimmung mit den Völkerrechtsnormen.

Außerdem war klar (das bestätigen Forschungen amerikanischer Wissenschaftler und praktische Ausarbeitungen der Stäbe der US-Streitkräfte in den Jahren des Krieges), dass Japan den Widerstand nicht aufgeben würde. Die Japaner behaupteten, selbst wenn die USA ihre Inseln besetzen sollten, würden sie unter das Kommando der Kwantungarmee übergehen und in deren Reihen noch jahrzehntelang kämpfen. Tokio plante, die Mandschurei als Aufmarschgebiet für die Fortsetzung des Krieges zu halten. Diese Gesinnung war damals in Japan sehr weit verbreitet.

Natürlich war die Sowjetunion gegen das Bestehen eines solchen Aufmarschgebietes, hätte es doch nicht nur Amerika, sondern auch und vor allem uns, unseren Fernen Osten bedroht. Es galt deshalb, dieses Aufmarschgebiet um jeden Preis zu liquidieren und die japanische Armee zu schlagen.

Amerikanische Experten stellten ihre Berechnungen an und berichteten Roosevelt: Wenn die UdSSR nicht in den Krieg eintrete, könne er noch ein bis anderthalb Jahren dauern und eine Million amerikanischer Soldaten das Leben kosten. So sah die Situation aus. Auch noch nachdem die USA am 6. und 9. August die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten, kapitulierte Japan nicht, gab den Widerstand nicht auf und hatte vor, weiter zu kämpfen.

Wenn wir all diese Umstände analysieren, begreifen wir, dass die Sowjetunion in diesen Krieg eintreten musste. Das lag sowohl in ihrem Interesse als auch im Interesse der ganzen Menschheit: Der Zweite Weltkrieg musste beendet, ein dicker Schlussstrich darunter gezogen werden. Die schnelle Zerschlagung der japanischen Kwantungarmee beseitigte all jene Befürchtungen, die ich erwähnt habe. Der Sieg wurde schnell errungen. Praktisch retteten wir Zehntausenden, ja Hunderttausenden amerikanischen und britischen Soldaten, die dort bis zum siegreichen Ende kämpfen wollten, das Leben. Leider wird das sehr oft vergessen, besonders in Übersee.

Und nun zu den Stimmungen unserer Frontsoldaten. Nach der Einnahme von Königsberg, an der ich teilnahm, am 11. April fünfundvierzig...

V. Litowkin: Praktisch vor sechzig Jahren...

M. Garejew: ...Ja. An jenem Tag war ich im Stab der 5. Armee, in der Operativabteilung. Man begann die Verlegung unserer Truppen vom Territorium Ostpreußens. Die 28. Armee, die Königsberg erstürmt hatte, wurde in Richtung Berlin verlegt, andere begaben sich in südliche Richtung.

V. Litowkin: Wahrscheinlich in den Raum Tschechoslowakei?

M. Garejew: Nicht ganz so. Das ist ein sehr interessantes Moment. Die Truppenverlegung in den Osten begann nämlich gleich nach Finnlands Austritt aus dem Krieg. Das war im Herbst vierundvierzig, wohl im September oder Oktober. Was war das Besondere der Operation in der Mandschurei? Die Bedingung, dort, im Osten, den Krieg schnell zu beenden und die Kwantungarmee ohne große Verluste aufs Haupt zu schlagen, war das Überraschungsmoment. Wie aber konnte die Rote Armee dieses Moment gewährleisten, wenn wir den Vertrag gekündigt hatten und daraus zu schließen war, dass die Sowjetunion die Absicht hatte, in den Krieg einzutreten? Wie sollte eine solche Masse von Truppen von West nach Ost verlegt werden, ohne dass die Japaner etwas davon gemerkt hätten? Das war im Grunde genommen unmöglich.

Die Japaner erwarteten unseren Überfall. Aber wann das passieren würde, ahnten sie nicht.

Heute hört man einige "Analytiker" oft sagen, unsere Kriegführung sei unbegabt gewesen. Das ist gelogen. Unsere Feldherren hatten sehr viele erstaunliche Eingebungen. Der Generalstabschef Armeegeneral Alexej Antonow hatte zusammen mit dem Marschall der Sowjetunion Alexander Wassilewski (übrigens wurde er nach Tschernjachowskis Tod zum Oberbefehlshaber der 3. Weißrussischen Front ernannt, damit er erstens die Zerschlagung der Hitlertruppen in Ostpreußen schneller zu Ende führte und so die Truppen für die Verlegung in den Osten freistellte und zweitens sich in der Führung einer Front übte) diese Operation so kunstvoll geplant, dass die Japaner praktisch nichts davon bemerkten.

Unsere Feldherren begannen bereits vierundvierzig mit der Verlegung von Divisionen in den Osten, aber demonstrativ nur von Divisionen, die sich an der Karelischen Front und zum Teil im Raum Ungarn befanden. Es handelte sich also um Divisionen, die zuvor aus dem Osten in den Westen verlegt worden waren. Sowohl die Japaner als auch unsere Zivilbevölkerung wussten genau, dass diese Truppen nun mit Triumph zu ihren alten Standorten zurückkehrten. Die Verbände wurden mit Blumen und Musik auf den Bahnhöfen empfangen, da entstanden keine Zweifel. Unter dieser Deckung aber wurden viele andere Truppen, besonders Panzertruppen und Fliegerkräfte, schon heimlich verlegt. Sie kamen nirgends zum Vorschein. Die Transporte hielten auf Abstellgleisen, die Leute durften ihre Züge nicht verlassen.

Manchmal hört man: Was für ein Überraschungsmoment konnte bei solchen Entfernungen und einer solchen Truppenmasse zustande kommen? Aber das wurde geschafft. Unter Anwendung von Desinformationen und der üblichen Kriegslist lässt sich vieles erreichen.

Was wäre hierbei noch zu erwähnen? Ungefähr einen Monat vor dem 9. August wandte sich die japanische Regierung an uns mit der Bitte, bei den Friedensverhandlungen zwischen Tokio und Washington zu vermitteln. Die Japaner versprachen, uns dafür Südsachalin und die Kurilen zurückzugeben. Wir hätten unsere Gebietsprobleme auf politischem Wege lösen können, ohne auch nur einen einzigen Menschen verloren zu haben. Verluste an lebendigen Kräften hätten dann nur die Amerikaner erlitten. Aber Stalin war in diesen Fragen von eiserner Konsequenz, es war für ihn eine Sache der Ehre, sein Wort zu halten. Er ging auf diesen dermaßen vorteilhaften Vorschlag von Tokio nicht ein, vielmehr trat er in den Krieg ein.

V. Litowkin: Und was war mit der Stimmung der Soldaten, um auf meine Frage zurückzukommen?

M. Garejew: Ja, kehren wir also nach Königsberg zurück. Einige unserer Verbände und Einheiten stiegen bereits in die Züge. Niemand wusste, wohin es ging. Die Kämpfe waren hart gewesen, wir waren alle rechtschaffen müde. Trotzdem wurden wir alle angewiesen, Karten der Berliner und der Prager Richtung anzufertigen, und so dachten wir alle, das sei unser Reiseziel. Aber es erwies sich, dass der Zug in Richtung Moskau rollte. In der Hauptstadt traf der Zug des Stabes der 5. Armee am 2. Mai ein. Wir standen auf Abstellgleisen. Dafür sah ich an jenem Abend zum ersten Mal in meinem Leben einen Salut zu Ehren der Einnahme von Berlin. In den Waggons aber ging das Gerücht um, dass wir auf dem Weg zu Kampfhandlungen in der Türkei seien. Erst als wir die Wolga passierten, wurde die Richtung doch klar. Wir fuhren in hohem Maße gedeckt.

V. Litowkin: Nur nachts?

M. Garejew: Nein, wir fuhren rund um die Uhr, nur nachts hielten wir ab und zu. Nicht auf Bahnhöfen, nur davon entfernt, auf irgendwelchen toten Gleisen. Nicht einmal alle Kommandeure der Einheiten und Verbände kannten die wahre Richtung. Überhaupt wurde diese Verlegung einer so großen Masse von Truppen außerordentlich gut geplant und exakt verwirklicht. Um jene Zeit vertraute Stalin seinen Generalen schon vorbehaltlos und bremste ihre Initiativen nicht. All das bedingte, dass die Operation selten gut vorbereitet war.

An der Grenze der Mandschurei zur Sowjetunion hatten die Japaner einen sehr mächtigen befestigten Raum geschaffen. Um ihn zu zerstören, plante der Frontstab eine dreitägige pausenlose Artillerievorbereitung. Ein bis anderthalb Tage wären nötig gewesen, um erst die Wege zu den Systemen des befestigten Raums freizulegen: Das Artilleriefeuer hätte das Dickicht, das die befestigten Feuerpunkte maskierte, beseitigen müssen. Aber der Befehlshaber unserer 5. Armee, Generaloberst Nikolaj Krylow, schlug dem Oberbefehlshaber Wassilewski vor, ohne Artillerievorbereitung zum Angriff überzugehen: gedeckt, mit Vorausbataillonen. Dieser Vorschlag wurde gutgeheißen.

Am 9. August, um 1.00 Uhr Chabarowsker Zeit, überquerten wir in strömendem Regen, der uns zum Teil verdeckte, die Grenze in Begleitung von Grenztruppen (bei den Übungen vor dem Angriff hatten wir mit den Grenzern die Wege der Grenzüberschreitung mehrmals eingeübt) und besetzten die befestigten Feuerpunkte. Zu Friedenszeiten hält sich niemand in solchen Feuerpunkten auf. Die Japaner bewohnten kleine Holzhäuser in einer Entfernung von 500 oder 600 Metern davon. Als sie aus den Häusern heraussprangen, waren die Feuerpunkte schon besetzt. Ohne einen einzigen Schuss.

Nördlich von Gradekowo, wo wir unweit der Berge Werbljud (Kamel) und Garnisonnaja lagen, befand sich unser befestigter Raum unter dem Kommando von General Schurschin. Um seine Truppen vor dem Angriff ein wenig aufzumuntern, befahl er einen etwa zehnminütigen Artillerieüberfall. Nach dem Beschuss aber rannten die Japaner aus den Häusern und besetzten die befestigten Feuerpunkte. Der Krieg war schon zu Ende, ich fuhr über die Grenze mit einem Bericht an den Frontstab, aber die Japaner saßen noch in ihren Feuerpunkten und schossen weiter. Wovon zeugt diese Tatsache? Hätten wir nicht die Taktik angenommen, die General Krylow vorgeschlagen hatte, hätten wir den Angriff begonnen und wie während des finnischen Krieges erst die Verteidigung aufbrechen müssen; so hätte der Kampf gegen die befestigten Räume allein sechs bis sieben Monate gedauert. So vielbedeutet eine richtige Entscheidung des Kommandeurs.

Schauen Sie, die Kwantungarmee war millionenstark. Davon gerieten allein 690 000 Mann in Gefangenschaft. Wir dagegen verloren während dieser Operation 12 000 Soldaten und Offiziere. Soviel zu den Beschuldigungen und Behauptungen, wir hätten unbedarft Krieg geführt und den Gegner mit Leichen zugeschüttet. Ebendeshalb erinnern sich einige Leute im Westen nur ungern an unsere Operation in der Mandschurei.

V. Litowkin: Diese Frage hat zwei Seiten. Ich möchte sie unbedingt stellen. Ich möchte aber zuvor von Ihnen hören, welche Stimmungen unter den Soldaten herrschten, die Berlin und Königsberg genommen hatten, aber auch noch in den Krieg im Osten gehen mussten.

M. Garejew: Hierbei hing vieles vom Alter ab. Eine kleine Abweichung vom Thema. Am 22. Juni, als der Krieg begann, studierte ich an der Taschkenter Offiziersschule. Man ließ uns auf dem Exerzierplatz antreten, und wir hörten uns Molotows Rede an. Neben mir stand der Offiziersschüler Garkawzew. Er sagte zu mir: Wieder einmal wie am Hassan-See und auf dem Halhyn-Gol, während wir hier studieren, wird der Krieg zu Ende sein. Wir werden wieder einmal nicht zum kämpfen kommen.

Garkawzew ist gegen Ende 1942 bei Stalingrad gefallen. Ich habe mich an ihn erinnert, damit Sie begreifen können, welche Stimmungen damals unter uns, den jungen Offizieren herrschten. 1945 war ich zweiundzwanzig und bereits Major. Und ich fasste die Nachricht vom Krieg gegen Japan sogar mit einer bestimmten Begeisterung auf. Unter uns gab es auch ältere Menschen, wollen wir ihr Alter als mittleres bezeichnen. Sie stimmten mit uns überein: Ja, an den Japanern muss Rache geübt werden. Es gab aber solche, die vier Jahre Krieg hinter sich hatten. Und vor dem Krieg wurden viele, die ihren Wehrdienst abgeleistet hatten, nicht in die Reserve versetzt. Einige von ihnen dienten bereits sieben und acht Jahre. Viele hatten Familien. Sie hofften, dass der Krieg zu Ende geht und sie nach Hause zurück kehren könnten, plötzlich aber...

Ich war zum Glück durch nichts belastet. Die Stimmungen waren also verschieden.

Ich kann mich noch daran erinnern, wie wir vor Ort eingetroffen waren und mit dem Training begannen. Der Bataillonskommandeur, der Georgi Gubkin hieß - später erhielt er den Stern eines Helden der Sowjetunion -, begann die Soldaten zu belehren: Handgranaten sind auf die Hügel der Mandschurei nicht so zu werfen, wie ihr das bei Königsberg getan habt. Dort ist das Gelände flach, hier aber hügelig. Wirft man eine Granate auf den Hügel hinauf, so rollt sie einem von dort unter die Füße, bevor sie explodiert. Deshalb müsst ihr, nachdem ihr den Sicherungsstift des Zünders gezogen habt, zweimal die Hand drehen und erst danach die Granate werfen. Auch die Frontsoldaten mussten also unterrichtet werden.

Ich habe mich aber daran erinnert, um Sie auf folgende Einzelheit aufmerksam zu machen: Gubkin schilderte, wie die Granaten anzuwenden waren und fragte dann: Gibt es Fragen? Ein Soldat, so um Fünfundvierzig, trat vor und fragte: Wann kommt die Demobilisierung? Diese Frage war für viele meiner Kameraden sehr aktuell.

V. Litowkin: Kommen wir auf die Zahlen zurück, die Sie angeführt haben: Fast 700 000 waren gefangen genommen worden und nur 12 000 gefallen. Im Westen wird behauptet, dass die Rote Armee solche relativ geringen Verluste nicht deshalb erlitten hätte, weil ihre Kommandeure etwa die notwendigen Kampferfahrungen gesammelt hätten, die Menschen schonten und ihre Kampfkunst geschickt benutzten, sondern weil die Kwantungarmee nach den Atombombenabwürfen von Nagasaki und Hiroshima demoralisiert gewesen wäre und keine solche furchtgebietende Kraft mehr darstellte, wie sie es vor dem 6. August gewesen war. Ganze Regimenter und Divisionen gaben sich gefangen. Daher hätten die Russen keine sonderlichen Heldentaten vollbracht. Was können Sie dazu sagen?

M. Garejew: Wenn jemand eine Dummheit rechtfertigen und etwas beweisen will, kann er sich alles nur Mögliche ausdenken. Alle historischen Tatsachen widerlegen jedoch diese Behauptungen. Einige davon habe ich Ihnen bereits angeführt. Hätten wir schablonenhaft gehandelt und die Operation in der Mandschurei anders durchgeführt, so hätten wir, ungeachtet aller Hiroshimas, sehr, sehr lange Krieg führen müssen.

Als wir im Fernen Osten angekommen waren, besaßen wir bereits Erfahrungen aus vier Jahren Krieg. Unsere Kriegskunst war perfekt. Sogar heute fühle ich nach einer drei- oder viertägigen Übung, dass ich etwas hinzu gelernt habe, wenn aber eine "Kommandostabsübung" vier Jahre gedauert hat, dabei unter viel zu „realitätsnahen" Bedingungen, so hat man dabei natürlich sehr vieles lernen können. Das, was wir 1941/42 und was wir 1945 darstellten, waren zwei ganz verschiedene Dinge.

Hätte es keine sachkundigen Handlungen gegeben, so hätten wir "das zweite Gradekowo" bekommen können. Vom Berg Werbljud schossen nämlich die Japaner, die sich dort in befestigten Feuerpunkten verschanzt hatten, noch ein halbes Jahr lang: Sie hatten genug Munition, Wasser und Lebensmittel. Sie hatten alles. Der Krieg war zu Ende, sie schossen aber immer noch.

All das legte ein Zeugnis dafür ab, dass wir es nur den sachkundigen Handlungen zu verdanken haben, dass wir große Verluste vermeiden konnten. Die Japaner waren aber fest entschlossen, Widerstand zu leisten. Und sie leisteten wirklich Widerstand. Darum mussten wir die 84. Reiterdivision des Generals Dedeugly retten.

V. Litowkin: Eine mongolische Division? Nach dem Familiennamen des Kommandeurs zu urteilen.

M. Garejew: Nein, der Nationalität nach war der Kommandeur ein Armenier. Ich habe vor Kurzem das Buch "Armenier im Großen Vaterländischen Krieg" gelesen. Darin gibt es ein Foto von ihm und eine Erzählung über ihn. Seine Division wurde am 15.-18. August eingekreist, das geschah nordöstlich von Nenang, es gibt eine solche chinesische Stadt. Die Japaner fochten dort verzweifelt mit Säbeln.Das gleiche geschah auch an anderen Orten. Aber die geschickten Handlungen unserer Truppen, eine starke Landeeinheit, die nicht mit Fallschirmen, sondern im Landeverfahren abgesetzt worden war, all das wirkte auf sie betäubend. Sie können darüber zum Beispiel anhand folgender Episode urteilen.

Im Streifen der Transbaikalien-Front stand die Festung Scheche. Eine Stadt mit 500 000 Einwohnern und eine mächtige steinerne Festung. Hätten wir sie frontal stürmen müssen, so hätte es sowohl auf unserer als auch auf der japanischen Seite und unter der städtischen Bevölkerung schwere Verluste gegeben. Und die Erstürmung hätte lange gedauert. Was hat aber General Issa Plijew, Kommandeur des Korps, getan? Etwas, was 1941 einfach unvorstellbar war.

Er nahm sieben oder acht Mann zum Schutz mit, sie setzen sich in einen Dodge und zwei Villis und rasten mit enormer Geschwindigkeit gegen das Tor der Festung. Dann ging er in den Stab und sagte: Ich habe Flugzeuge angefordert, sie sind bereit, euch mit Bomben zu belegen. Wenn ihr nicht wollt, dass man euch alle tötet, gebt euch gefangen. Im Laufe von anderthalb Stunden feilschten die Japaner, danach gab sich die gesamte Garnison - 25 000 Soldaten und Offiziere - einem General mit Begleitschutz gefangen. So viel bedeutet also die Dreistigkeit und der Andrang eines Kommandeurs.

V. Litowkin: Aber am 14. August hatte der japanische Kaiser an die Armee einen Aufruf über die Einstellung des Widerstandes erlassen?

M. Garejew: Das stimmt. Aber er hat nicht alle Garnisonen und Einheiten der Kwantungarmee erreicht. Dazu noch schickten sich nicht alle an, diesen Befehl zu befolgen. Es gab auch noch einen Geheimbefehl: Sich den Amerikanern und Chinesen gefangen geben, gegen die Russen aber weiter kämpfen. Damit wir möglichst wenig vom Territorium Koreas, der Mandschurei und anderer Regionen Chinas besetzen konnten. Aber wir haben trotz alledem alle unsere Aufgaben erfüllt.

Dort ließ alles darauf schließen, dass der Widerstand stark sein würde, dass wir schwere Verluste erleiden würden, wenn die Handlungen unseres Kommandos nicht so sachkundig gewesen wären. Das ganze Gerede aber darüber, dass die Japaner in Panik geraten und in Reih` und Glied in Gefangenschaft marschiert wären, wird durch keine Tatsachen belegt.

V. Litowkin: Im Krieg gegen Japan operierten zwei Armeen - unsere und die amerikanische. Selbstverständlich wurden die Pläne zum Zusammenwirken auf der strategischen Ebene in gewissem Maße abgestimmt. Geschah das aber auch auf der taktischen und operativ-taktischen Ebene? Auf der Ebene der Regimenter und Divisionen?

M. Garejew: Ich war damals in dieses Zusammenwirken nicht eingeweiht. Im Verlaufe der Arbeit im Stab der 5. Armee konnte ich natürlich manches sehen und habe einiges erfahren. Uns wurde zum Beispiel gesagt, dass die Amerikaner in Port Arthur und in der Hafenstadt Dalnij nicht einmarschieren dürften, weil dort laut der Vereinbarung wir stationiert sein sollten; dass sich in Korea südlich des 38. Breitengrades die Amerikaner befinden sollten.
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Übrigens waren die Bataillone unserer 25. Armee unter dem Befehl von Generaloberst Iwan Tschistjakow dicht an den nördlichen Stadtrand von Seoul heran gerückt und standen dort zwei Tage lang, bis die Amerikaner kamen. Als die Alliierten heran gerückt waren, zogen wir unsere Truppen hinter den 38. Breitengrad zurück. Einige Einzelheiten der abgestimmten Handlungen waren uns also damals bekannt. Als aber unsere Truppen - Einheiten der 39. Armee - nach Port Arthur vorgerückt waren, beeilten sich zwei amerikanische Abteilungen, auf schnellen Landungsschiffen anzulanden. Unsere Einheiten waren gezwungen, mit Feuer, freilich nicht auf sie, sondern über sie hinweg, die Yankees fort zu jagen, die Landung zu verhindern.

Die Amerikaner meinten, dass es ihnen gelingen würde, Port Arthur einzunehmen und dort lange zu bleiben. Aber die Vereinbarungen wurden doch im Großen und Ganzen eingehalten. Wenngleich auch Washington viele davon nicht erfüllt hat. Es war zum Beispiel die Vereinbarung getroffen worden, dass wir an der Besetzung Japans teilnehmen würden, dass eine oder zwei unserer Brigaden, ebenso wie in Berlin, in Tokio stehen würden.

Unsere 35. Armee, die von Generaloberst Nikolai Sachwatajew befehligt wurde, trainierte bereits den Dienst dort und bereitete sich auf die Landung auf der Insel Hokkaido vor. Aber General Douglas McArthur, der einen entschlossenen Charakter hatte und im Weißen Haus einen großen Einfluss ausübte, wies diese Verpflichtung der USA zurück. Präsident Harry Thruman fühlte sich offensichtlich nicht sehr sicher, und McArthur diktierte faktisch persönlich viele Fragen, die sich auf den Fernen Osten bezogen, und traf alle notwendigen Maßnahmen, um die Landung der Truppen der Sowjetunion in Japan zu verhindern.

Die Amerikaner bestanden auf der Errichtung ihrer Stützpunkte auf dem Territorium der Sowjetunion für den Krieg gegen Japan. Zum Beispiel auf den Kurilen. Es lag jedoch auf der Hand, dass sie, wenn sie diese Inseln besetzten, von dort nicht so bald wegziehen würden. Solche Vorschläge wurden ebenfalls abgelehnt.

Es sei gesagt, dass wir auf der diplomatischen Ebene schon nach dem Krieg nicht auf die beste Weise vorgegangen waren. Wir hätten nicht die Tür zuschlagen und die Konferenz in San Francisco verlassen dürfen. Wir hätten einen Vertrag abschließen oder dessen Abschluss gemeinsam mit anderen Ländern aufschieben müssen. Da wir aber weggegangen waren, wurde der Vertrag von ihnen ohne uns unterzeichnet. Heute bekommen wird die Folgen dieses Vorgehens zu spüren.

V. Litowkin: Und nun die letzte Frage. Wie wurden Sie, Soldaten der Roten Armee, von der chinesischen Bevölkerung empfangen? Welchen Eindruck bekamen Sie vom Umgang mit ihr und den chinesischen Kommunisten? Ich weiß nicht, ob gewollt oder ungewollt, aber Sie haben den chinesischen Kommunisten geholfen, den Sieg über die Guomindang zu erringen, im Lande die sozialistische Revolution zu vollbringen.

M. Garejew: Diese Frage muss speziell erörtert werden. Aber kurz gesagt, ist das ein überhaupt nicht erforschtes Thema. Es ist nirgends beleuchtet worden. Dort gab es sehr viele Fragen, die einstweilen noch weder von Journalisten noch von den Geschichtsforschern aufgeworfen wurden, und daher auf ihren Forscher warten. Was kann man aber vorläufig sagen? Wohl nirgends war unseren Truppen ein so guter Empfang in Korea und China bereitet worden. Vielleicht wurden sie so gut nur noch in Weißrussland empfangen.

Von der Operation in der Mandschurei kann man endlos sprechen, denn alles war sehr gut durchdacht. Es gibt aber ein Dokument. Der Chef der Aufklärung der 5. Kwantungarmee /die Japaner hatten ebenfalls eine 5. Armee/ meldet dem Befehlshaber Yamada, dass eine Konzentration sowjetischer Truppen erfolgt, präzisiert die Tiefe und die Ausdehnung dieser Konzentration an der Front - bei ihnen funktionierte nämlich die Agenturaufklärung. Auf der Meldung steht der Vermerk des japanischen Befehlshabers: "Nur ein Wahnsinniger kann in der Regensaison eine Offensive beginnen". Im August setzten Regengüsse ein. Wir wählten aber für den Anfang der Offensive gerade jenen Moment, von dem alle meinten, das sei Wahnsinn.

Dadurch entstanden zwar immense Schwierigkeiten für die Truppen. Bald kam es zu Störungen in der Versorgung...

V. Litowkin: Artillerie und Panzer konnten sich nur schwer bewegen...

M- Garejew: Alles blieb im Schlamm stecken. Ich selbst habe das später in Nordkorea, vor allem aber in Nenang, Gouring und Donghua - in diesen Regionen - gesehen. Alle Dorfbewohner kamen und halfen, unsere Kanonen zu schleppen sowie unsere Panzer und Kraftfahrzeuge, die buchstäblich im Schlamm versanken, heraus zu ziehen. Sie trugen die Panzer von einem Dorf zum anderen faktisch auf den Händen. Niemand zwang sie dazu. Sie hassten aber die Japaner so sehr, dass sie bereit waren, alles zu tun, um sie von ihrer Heimaterde zu vertreiben. Die Japaner behandelten sie tatsächlich sehr grausam. In China und in Korea wurde nur einmal im Monat erlaubt, Reis zu essen. Die Fleischwaren waren eingeschränkt. Die örtliche Bevölkerung war vielen anderen Repressalien ausgesetzt. Die Japaner wandten gegen sie das grausamste Okkupationsregime an.

Das ist aber ein besonderes Thema. Uns wird aber oft vorgeworfen, dass wir die gefangen genommenen Japaner nicht gleich freigelassen haben, dass wir sie in die Sowjetunion gebracht haben. Ich bin Chef der operativen Gruppe zur Kontrolle über diese Kriegsgefangenenlager im Nordteil der Mandschurei gewesen. Als sich unsere Truppen 1945 auf den Abzug vorbereiteten /später standen sie dort noch einige Monate lang/, überantworteten wir einige Lager den Chinesen. Was haben sie aber getan? Den Japanern alle Lebensmittel weggenommen. Und jeder Chinese, der am Lager vorbei ging, hielt es für seine Pflicht, darauf zu schießen.

V. Litowkin: Und die Japaner?

M. Garjew: Die Japaner baten uns kniend: Lassen Sie uns nicht zurück. Leider gibt es auch unter den Journalisten Demagogen, die sagen: Der Abtransport sei rechtswidrig gewesen, dadurch sei das Völkerrecht verletzt worden... Wo sollten aber die 650 000 Mann hin? Es gab keine Transportmittel, mit denen sie nach Japan gebracht werden konnten, und die Situation war so, das alles ringsum vermint worden war. Dort, wo sie sich befanden, konnten sie nicht zurück gelassen werden, weil die Chinesen sie alle getötet hätten. Die Japaner selbst baten, sie fort zu bringen. Wenn die Menschen nicht über alle Umstände informiert sind, versuchen sie kategorische Einschätzungen zu geben... Im Leben ist aber alles viel komplizierter.

Es ergaben sich viele schwierige Fragen. Vor dem Beginn des Krieges gegen Japan hatte die Sowjetunion ein Abkommen mit Chiang Kai-shek geschlossen. Über Port Arthur, die Ostchinesische Eisenbahn und andere Fragen. Die Kommunisten fühlten sich stark beleidigt. Ich war seinerzeit mit dem Vorsitzenden des Kriegsrates von Nordostchina, Genossen Gao Gang zusammen gekommen. Ein sehr kluger Mensch, ein Revolutionär. Er hat äußerste Empörung aus diesem Anlass zum Ausdruck gebracht.

V. Litowkin: Warum haben wir damals Mao Tse-tung, nicht aber Chian Kai-shek geholfen?

M. Garejew: Alle ersten Abkommen vor dem Krieg waren mit Chian Kai-shek abgeschlossen worden. Es bestand folgende Bedingung: Dort, wo unsere Truppen stehen, dürfen weder Kommunisten noch die Guomindong erscheinen. Wie erfolgte das aber? Laut dem mit Chiang Kai-shek abgeschlossenen Abkommen mussten wir unsere Truppen aus der Mandschurei im Oktober - November 1945 abziehen. Chiang Kai-shek begriff plötzlich: Wenn wir weggehen, werden die Kommunisten sofort alle Städte besetzen. Das war für ihn unvorteilhaft, um aber an unsere Stelle zu treten, reichten seine Kräfte nicht aus. Und er blieb in der Besonderen Region und an anderen Orten stecken. Dazu noch haben sie die Kapitulation der japanischen Truppen angenommen. Kurzum, er wandte sich an Stalin mit der Bitte, die Rote Armee dort zu belassen, wo sie stand. Und bei uns entstanden sofort Widersprüche mit Mao.

Freilich sind die gegenseitigen Beziehungen mit der Führung Chinas ebenfalls das Thema eines anderen Gesprächs. Lassen Sie uns darauf speziell zurückkommen. (RIA)
Sowjetische Agitproplakate zum 2. Weltkrieg
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