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Libyen: Russland versucht ein alternatives Projekt

Foto: Wikipedia/Magnus Manske CC BY-SA 2.0
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[ von Thomas Pany] Italien wird vorgeworfen, dass es eine Regierung unterstützt, die mit al-Qaida im Bunde steht

Schaut man sich einen Artikel der Zeit von 2008 an, so war Libyen anscheinend einmal eine „junge Braut“, die von europäischen Konzernen umworben wurde. Der damalige EU-Energiekommissar Andris Piebalgs erhoffte sich von der „ernst zu nehmenden Alternative für die Förderung von Öl, Gas und erneuerbaren Energien“, dass sie einmal die Energieabhängigkeit Europas von Russland vermindern könne.

Seither hat sich viel verändert. Gegenwärtig ist Libyen für die EU keine „junge Braut mit großer Mitgift“ und auch keine „Schatzkammer“ mehr, sondern vor allem eine Bedrohung für die Außengrenzen. 90 Prozent der 180.000 Flüchtlinge und Migranten, die im letzten Jahr über das Mittelmeer Europa erreichten, legten von Libyens Küsten ab, berichtete die Tagesschau Anfang Februar 2017. Ungarns Premier Orbán ist der Überzeugung, dass „Hunderte Millionen Afrikaner“ auf ihre Gelegenheit warten.

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