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16-09-2005 Litauen
Zwischenfall mit abgestürzter russischer Su-27 wird in Litauen untersucht
Die litauischen Staatsanwaltschaft hat ein Untersuchungsverfahren zu dem Zwischenfall mit dem auf dem Territorium Litauens abgestürzten russischen Jagdflugzeug vom Typ Su-27 eingeleitet. Das teilte der Minister für den Landesschutz (Verteidigungsminister) Litauens, Gediminas Kirkilas, mit.

Nach seiner Behauptung "hatte sich das Flugzeug illegal im Luftraum des Landes befunden".

Laut Kirkilas hatten Mitarbeiter des Dienstes für Luftraumkontrolle die Maschine sechs Minuten lang beobachtet und den Eindruck bekommen, als hätte der Pilot die Orientierung verloren.

Im Zusammenhang mit der Verletzung des litauischen Luftraumes stiegen nach dem Alarm deutsche Jagdflugzeuge vom Typ Phantom F4, die auf dem Luftwaffenstützpunkt der litauischen Luftstreitkräfte stationiert sind, in die Luft.

Wie beim Ministerium für den Landesschutz Litauens gegenüber der RIA Nowosti verlautete, hat sich der Pilot der Su-27, Major der Luftstreitkräfte Russlands Valeri Trojanow, 36, katapultiert.

Berichten der litauischen Massenmedien zufolge haben einheimische Einwohner den Piloten am Fallschirm gesehen und eine Anzeige bei der Polizei gemacht. Der am Landungsort eingetroffene Polizeitrupp nahm den Piloten fest und brachte ihn in das örtliche Polizeirevier.

Als dem Festgenommenen bei der Polizei Kaffee und medizinische Hilfe angeboten wurden, verzichtete er darauf und sagte, er könne sich über seine Gesundheit nicht beklagen. Nach Meinung der Polizei habe er während der Katastrophe einen starken Schock erlebt.

Der Befehlshaber der Luftstreitkräfte Litauens, Oberst Jonas Marcinkus, informierte, dass der russische Pilot nach seiner Vernehmung zur Untersuchung seines Gesundheitszustandes durch Militärmediziner nach Kaunas gebracht wurde.

Die Su-27, die keine Genehmigung für einen Flug über litauischem Territorium hatte, war über den neutralen Gewässern der Ostsee vom Kurs Sankt Petersburg - Kaliningrad abgekommen.

Nach Angaben der litauischen Polizei hatte der Absturz der Maschine keine Opfer und keine Zerstörungen auf der Erde zur Folge. Um die Unglücksstelle sind zahlreiche kleinere Teile des Flugzeugwracks verstreut.

Wie beim Pressedienst der Luftstreitkräfte Russlands gegenüber der RIA Nowosti verlautete, ist die Su-27 der 6. Armee der Luftstreitkräfte und der Luftverteidigungstruppen nach vorläufigen Informationen durch Versagen der Navigationsgeräte und durch den Orientierungsverlust verunglückt. (RIA)