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26-11-2006 Alexander Litvinenko
Litvinenko und sein illustres Umfeld: Sag mir wer dein Freund ist und ich ...
Vor seinem Tod bewegte sich der frühere russische Spion Alexander Litvinenko in einem illustren Umfeld.

Hier einige der zentralen Figuren mit denen Litvinenko engeren Kontakt hatte:





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BORIS BERESOWSKI
Unter den Kritikern des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist Boris Beresowski wohl der prominenteste. Bei den Privatisierungen in den 90er Jahren scheffelte Beresowski ein Milliardenvermögen und zählte bald zur kleinen Kaste der Geld-Oligarchen, die sich in Moskau als politische Strippenzieher betätigten. Doch fiel er im November 2000 in Ungnade. Beresowski ging nach London ins Exil und erhielt von Großbritannien Asyl. Beresowski beschuldigt die russischen Geheimdienste für die Anschläge von Moskau 1999 ebenso wie für die Geiselnahme tschetschnischer Täter in einem Moskauer Theater 2002, bei der 130 Menschen getötet wurden. Litvinenko behauptete einmal, er sei vom russischen Geheimdienst beauftragt worden, Beresowksi umzubringen.

ALEXANDER GOLDFARB
Als Freund Litvinenkos und Direktor der von Boris Beresowski gegründeten International Foudation for Civil Liberties bildete Alexander Goldfarb das persönliche Bindeglied zwischen den beiden prominenten Russen im Londoner Exil. Beresowski rief die Stiftung bereits kurz nach seiner Ankunft in der britischen Hauptstadt ins Leben. Goldfarb ist US-Bürger. Während der dreiwöchigen Agonie Litvinenkos stand sein Freund Goldfarb ständig im Rampenlicht, weil er die letzten Nachrichten des Sterbenden an die Öffentlichkeit weitergab.

MARIO SCARAMELLA
Der italienische Professor Mario Scaramella kam in der Affäre Litvinenko zu besonderem Ruhm, weil er zu den letzten zählt, die den russischen Ex-Spion vor dem Beginn der schleichenden Vergiftung trafen. Scaramella überreichte Litvinenko bei dieser Gelegenheit Dokumente über den Mord an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja am 7. Oktober in Moskau. Daneben informierte der Professor aus Neapel Litvinenko auch darüber, dass er darauf gefasst sein müsse, selbst ermordet zu werden. Scaramella sammelt im Auftrag des italienischen Parlaments Informationen über die Anwerbung von Agenten durch den ehemaligen sowjetischen Geheimdienst KGB in Italien.

OLEG GORDIEWSKI
Der frühere KGB-Spion Oleg Gordiewski enthüllte in einem 1990 veröffentlichten Buch Einzelheiten eines Mordanschlags von 1978, der zu den spektakulärsten Geheimdienstaktionen des vergangenen Jahrhunderts zählt. Danach versorgte der KGB den bulgarischen Geheimdienst mit dem Gift und dem Know-how zur Ermordung des bulgarischen Dissidenten Georgi Markow, die damals mit Hilfe des so genannten "bulgarischen Regenschirms" erfolgte. Markow wurde 1978 an einer Londoner Bushaltestelle von einem Passanten mit einem Regenschirm eine tödliche Dosis Gift injiziert.

ACHMED SAKAJEW
Der tschetschenische „Unabhängigkeitskämpfer“ Achmed Sakajew, der 2000 nach einer Verletzung im Tschetschenienkrieg seine Heimat verließ, kam 2002 ebenfalls nach Großbritannien ins Exil. Als ihm in einem Gerichtsverfahren die Ausweisung drohte, wurde er von der Oscar-Preisträgerin Vanessa Redgrave unterstützt. Das Auslieferungsbegehren wurde mit der Begründung zurückgewiesen, dass Sakajew möglicherweise von Folter bedroht sei. Sakajew knüpfte in London Kontakte zu anderen exilierten Persönlichkeiten. Litvinenko soll er einmal als "Bruder" bezeichnet haben.