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09-12-2006 Alexander Litvinenko
Staatsduma-Abgeordneter: Unternehmer Beresowski konnte von Litwinenkos Tod profitieren
Der im Londoner Exil lebende Unternehmer Boris Beresowski konnte vom Tod des Ex-FSB-Offiziers Alexander Litwinenko profitieren. Diese Meinung äußerte der Staatsduma-Abgeordnete und Enthüllungsjournalist Alexander Chinsteijn gegenüber RIA Novosti.

"Ich denke, dass Litwinenko für Boris Beresowski die größte Gefahr darstellte", so Chinstejn. "Angesichts seiner psychologischen Eigenart hätte sich Litwinenko jeden Augenblick nicht adäquat verhalten und eine Enthüllungskampagne gegen Beresowski entfalten können."





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Für Beresowski war Litwinenko dagegen bereits "abgeschrieben". "Den gesamten Nutzen, den ihm Litwinenko bringen konnte, hat er aus ihm bereits herausgeholt", so der Journalist. Beresowski sei ein außerordentlich pragmatischer und zynischer Mensch, der nur sich selbst lieben könne. "Insofern ist diese Version berechtigt."

Litwinenkos Tod schadet Russland, der russischen Macht und auch den russischen Geheimdiensten, betonte Chinstejn. "Ich kannte Litwinenko im Laufe von zehn Jahren gut und zweifle nicht daran, dass dieser Mensch heute keine Gefahr für Russland und dessen Sicherheit darstellte. Den geringen Informationsumfang, über den er aus seinen früheren Dienstaktivitäten verfügte, gab er ganz bestimmt längst seinen ausländischen Kollegen preis."

Der 2000 nach London geflüchtete Ex-FSB-Offizier Alexander Litwinenko hatte im Oktober dieses Jahres die britische Staatsbürgerschaft erhalten. Er starb am 23. November in der Londoner Universitätsklinik. In seinem Körper wurden Spuren von radioaktivem Polonium-210 sichergestellt. Mit den Ermittlungen befassen sich die Terrorbekämpfungseinheit Scotland Yards und die russische Generalstaatsanwaltschaft. [ RIA Novosti ]