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11-12-2006 Alexander Litvinenko
Litvinenko: Lugowoi will am Montag britische Ermittler treffen
Im Fall des mit einer hoch radioaktiven Substanz vergifteten russischen Ex-Agenten Alexander Litvinenko wollen britische Ermittler am Montag in Moskau offenbar dessen ehemaligen Kontaktmann Andrej Lugowoi vernehmen. Er rechne damit, die britischen Beamten im Laufe des Tages zu treffen, sagte Lugowoi nach einem auf der Website der Zeitung "Kommersant" veröffentlichten Bericht.

Das Treffen solle "in der zweiten Tageshälfte" stattfinden, meldete die russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS. Ein bereits in der vergangenen Woche geplantes Gespräch mit Lugowoi sei aus "technischen Gründen" verschoben worden, sagte dessen Anwalt Andrej Romaschow der Agentur.

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Der Ex-Spion Lugowoi gilt in dem rätselhaften Fall als Schlüsselzeuge. Gemeinsam mit dem früheren Agenten und Unternehmer Dimitri Kowtun hatte er am 1. November in einer Londoner Hotelbar Litvinenko getroffen, der kurze Zeit später erste Vergiftungssymptome zeigte. Kowtun wurde Medienberichten zufolge wie Litvinenko auch mit Polonium 210 verstrahlt, Lugowoi steht wegen einer möglichen Strahlenverseuchung ebenfalls unter Beobachtung.

Nach Angaben der Zeitung "The Times" befinden sich die britischen Ermittlungen in Moskau in einer Sackgasse. Die russischen Behörden fordern demnach, im Gegenzug für ihre Kooperation eigene Befragungen in London machen zu können. Die britischen Behörden haben jedoch nach Diplomatenangaben keine Möglichkeit, Dissidenten wie den Millionär und Litvinenko-Bekannten Boris Berezovsky oder den tschetschenischen Separatisten Akhmed Zakayev zur Zusammenarbeit mit russischen Polizisten zu zwingen.