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11-12-2006 Alexander Litvinenko
Merkel nennt russische Mordfälle beunruhigend
Angesichts des Gifttodes des russischen Ex-Spions Alexander Litvinenko hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel besorgt über die jüngste Serie russischer Todesfälle geäußert. Die "ganze Reihe von Fällen, wo Personen ihr Leben verlieren" löse eine "gewisse Beunruhigung" aus, sagte Merkel in der ARD-Sendung "Beckmann", die am Montagabend ausgestrahlt wird. Sie verwies dabei auch auf den Mord an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja. "Das ist kein gutes Zeichen, und das muss sich ändern."

Im Fall Livinenko forderte sie eine enge Zusammenarbeit zwischen den russischen und den britischen Behörden. "Ich hoffe, dass das Ganze aufgeklärt werden kann", sagte sie weiter. Es sei für die Akzeptanz und das Ansehen Russlands im Ausland wichtig, dass solche Fälle geklärt würden. Dies habe sie im Fall Politkowskaja auch dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesagt.

Zur Spur des hochgiftigen Polonium in Deutschland äußerte sich Merkel nur zurückhaltend. Deutschland sei kein abgeschirmter Raum, sagte sie. Die Bevölkerung müsse sich aber keine Sorgen über mögliche Gefahren machen, die Alphastrahlung von Polonium reiche nicht sehr weit, sagte die Kanzlerin.