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08-12-2006 Alexander Litvinenko
Fall Litwinenko: Russlands Generalstaatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein
Die russische Generalstaatsanwaltschaft hat am Donnerstag eine Untersuchung zum Mord an Alexander Litwinenko und zum Mordanschlag an Dmitri Kowtun, Geschäftspartner von Andrej Lugowoi, eingeleitet.

Die russischen Unternehmer Andrej Lugowoi und Dmitri Kowtun hatten sich in London mit Litwinenko kurz vor seinem Tod getroffen. Nach einigen Angaben wird Kowtun derzeit in einem Krankenhaus behandelt.





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Der Anwalt von Andrej Lugowoi schließt nicht aus, dass sein Mandant am Freitag als Zeuge im Fall Litwinenko vernommen wird.

Wie Lugowoi auf Anfrage von RIA Novosti sagte, habe die Generalstaatsanwaltschaft den Termin noch nicht bekannt gegeben.

Die ursprünglich für den Donnerstag angesetzte Vernehmung von Lugowoi war von den Rechtsschutzorganen aus technischen Gründen verschoben worden.

Der Ex-Agent des russischen Geheimdienstes FSB Alexander Litwinenko, der im Jahr 2000 nach Großbritannien geflüchtet war und im Oktober dieses Jahres einen britischen Pass erhalten hatte, starb am 23. November in der Londoner Universitätsklinik im Alter von 43 Jahren. In seinem Körper wurde radioaktives Polonium-210 nachgewiesen.

Die Anti-Terror-Abteilung von Scotland Yard ermittelt zu dem Fall, der nunmehr als "Mordverdacht" qualifiziert wird. Die Ermittlungen im Fall Litwinenko kosten die britischen Steuerzahler wöchentlich 300 000 Pfund.

Nach der Obduktion am 01. Dezember ist noch kein offizielles medizinisches Gutachten zur Todesursache erstellt worden. Es wird erwartet, dass das Dokument in den kommenden Tagen verfasst wird.

Litwinenko wurde am Donnerstag auf dem Londoner Friedhof Highgate beigesetzt. [ RIA Novosti ]