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11-12-2006 Alexander Litvinenko
Ermittler von Scotland Yard in Hamburg eingetroffen
Nach dem Giftmord an dem russischen Ex-Spion Alexander Litvinenko und dem Fund von Polonium-Spuren in Norddeutschland ist am Montag ein Beamter von Scotland Yard in Hamburg eingetroffen. Der britische Fahnder unterstütze die deutschen Sicherheitsbehörden bei ihren Ermittlungen, sagte ein Polizeisprecher.





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Im Mittelpunkt der Nachforschungen steht der frühere russische Geheimdienstagent Dimitri Kowtun, der am 1. November von Hamburg aus nach London geflogen war, wo er Litvinenko in einer Hotelbar traf.

Der Kreml-Kritiker Litvinenko starb am 23. November in der britischen Hauptstadt; in seinem Urin wurden große Mengen hochradioaktiven Poloniums 210 gefunden.

Der 41-jährige Kowtun, der sich derzeit in einem Moskauer Krankenhaus befindet, hatte sich nach Erkenntnissen der deutschen Behörden vom 28. Oktober bis zum 1. November im Raum Hamburg aufgehalten. Ihm werden Polonium-Spuren zugeschrieben, die unter anderem in der Wohnung seiner früheren Frau im Hamburger Bezirk Altona, im Haus von Kowtuns Ex-Schwiegermutter in Haselau (Kreis Pinneberg) sowie in der Hamburger Ausländerbehörde gefunden wurden, wo der Russe eine Unterschrift geleistet hatte. Die deutsche Polizei ermittelt gegen Kowtun wegen Verdachts des Missbrauchs ionisierender Strahlen und des unerlaubten Umgangs mit radioaktiven Stoffen.