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11-12-2006 Alexander Litvinenko
Legenden um Lizenzen: Lomonossow-Universität bestreitet Nutzung von Polonium-210
Die staatliche Lomonossow-Universität nutze kein Polonium-210. Das erklärte der Dekan der Chemie-Fakultät der Universität, Professor Valeri Lunin, am Montag gegenüber RIA Novosti.

Das Amt für Umwelt-, Technologie- und Atomaufsicht ("Rostechnadsor") hatte unlängst die Lomonossow-Universität als eine der vier russischen Institutionen genannt, die eine Lizenz für die Arbeit mit Polonium-210 haben sollen.





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Vor kurzem beteuerte ein Sprecher des Forschungszentrums "Nuklon", das eine Lizenz für Lagerung bzw. Beförderung von Polonium-210 besitzt, dass dieser Betrieb ebenfalls nichts mit diesem Stoff zu tun hat.

Die Frage vom Einsatz von Polonium-210 gewann im Zusammenhang mit der Untersuchung zum Tode des einstigen FSB-Offiziers Alexander Litwinenko an Aktualität.

Litwinenko hatte im Jahr 2000 in Großbritannien Asyl beantragt und war im Oktober dieses Jahres Bürger des Vereinigten Königreichs geworden. Am 23. November ist er an der Vergiftung mit dem radioaktiven Stoff gestorben. Im Laufe der Untersuchung wurde festgestellt, dass es sich um Polonium-210 handelt.

Die Spuren dieses Stoffs wurden daraufhin in mehreren Orten in London entdeckt, die Litwinenko besucht hatte. [ RIA Novosti ]