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11-12-2006 Alexander Litvinenko
Russische Ermittler haben freie Hand in London - Beresowski-Verhör erwartet
Großbritannien werde russischen Justizbehörden bei den Ermittlungen zum Gifttod vom ehemaligen FSB-Offizier Alexander Litwinenko keine Hindernisse in den Weg legen, berichten französische Medien unter Berufung auf einen Pressesprecher von Premierminister Tony Blair.

Laut Blair wird es weder politische noch diplomatische Barrieren für die Zusammenarbeit mit russischen Untersuchungsbehörden geben.




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Zuvor teilte eine den Ermittlungen nahestehenden Quelle in Moskau mit, dass russische Generalstaatsanwaltschaft während der Ermittlungen zum Fall Litwinenko schon in den nächsten Tagen ein Ermittlerteam nach Großbritannien entsenden wird.

Ein anderer der Untersuchung nahestehender Informant erklärte im Gespräch mit der britischen Zeitung "Sunday Times", dass die russischen Ermittler in Großbritannien fordern werden, den flüchtigen Ex-Oligarchen, Boris Beresowski, und den Emissär der tschetschenischen Separatisten, Achmed Sakajew, vernehmen zu dürfen. "Die beiden Männer kannten Litwinenko und können wichtige Information besitzen", zitiert die Zeitung den Informanten.

Litwinenko, der im Jahr 2000 nach Großbritannien geflüchtet war und im Oktober des Jahres einen britischen Pass erhalten hatte, starb am 23. November in einer Londoner Universitätsklinik. In seiner Leiche wurden Spuren der radioaktiven Substanz Polonium-210 entdeckt. Mit den Ermittlungen wurde Scotland Yard beauftragt. Ein britisches Ermittlerteam hält sich seit voriger Woche in Russland auf.

Die russische Generalstaatsanwaltschaft leitete unterdessen ein eigenes Ermittlungsverfahren ein. [ RIA Novosti ]