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14-12-2006 Alexander Litvinenko
Franzosen, die im Millennium abgestiegen waren, werden auf Polonium untersucht
Die Franzosen, die im Londoner Hotel Millennium abgestiegen waren, in dem vermutlich der ehemalige FBS-Mitarbeiter Alexander Litwinenko vergiftet wurde, sollen auf Vergiftung mit Polonium untersucht werden. Das teilte die französische Verwaltung für nukleare Sicherheit am Donnerstag mit. Gemäß dem von der Verwaltung verbreiteten Kommuniqué wurde Frankreich von den britischen Behörden eine Liste mit 25 Namen übergeben.

Als "Prophylaxe" beschloss die Verwaltung, die in der Liste erfassten Franzosen zu untersuchen.

Im Kommuniqué ist ferner davon die Rede, dass jeder Franzose, der sich in London aufgehalten hatte und eine Verstrahlung befürchtet, sich an das Institut für Strahlungsschutz und nukleare Sicherheit wenden und dort untersucht werden könne.

Bisher haben sich gemäß den Angaben der Direktion des Instituts vier Personen gemeldet. Bei drei von ihnen wurden Proben gemacht, die jedoch keine Spuren von Radioaktivität aufweisen, die Untersuchung der vierten Person läuft.

Litwinenko, der 2000 nach Großbritannien geflohen war und im Oktober dieses Jahres einen britischen Pass erhielt, ist am 23. November in der Universitätsklinik von London gestorben.

Fachleute der britischen Gesundheitsbehörde entdeckten in seinem Körper Spuren des radioaktiven Isotops Polonium 210. Später wurden eben solche Spuren an einigen Orten gefunden, die Litwinenko aufgesucht hatte, unter anderem im Restaurant Itsu und im Hotel Millennium im Stadtkern von London.

Scotland Yard führt die Untersuchung. Die Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation hat im Zusammenhang mit dem Mord an Litwinenko und dem versuchten Mord an dem Unternehmer Dmitri Kowtun ebenfalls ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Die russischen Unternehmer Andrej Lugowoi und Kowtun trafen sich am 1. November mit Litwinenko im Hotel Millennium, also kurz vor dessen Tod in London. [ RIA Novosti ]