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20-11-2006 Alexander Litvinenko
Italienischer Informant des russischen Ex-Spion fühlt sich bedroht
Der italienische Informant, der den mit Thallium vergifteten russischen Ex-Spion Alexander Litwinenko zuletzt gesehen hat, fühlt sich nach britischen Medienberichten ebenfalls bedroht. Die britische Nachrichtenagentur PA meldete am Sonntag, Mario Scaramella habe in der britischen Botschaft in Rom mit dortigen Sicherheitsbehörden über sein Treffen mit Litwinenko gesprochen.





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"Mario fühlt sich bedroht und hat Angst, dass Russen und Tschetschenen hinter ihm her sind", zitierte PA eine ungenannte Quelle.

Litwinenko, ein früherer Oberstleutnant des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB und Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, war Anfang des Monats nach Medienberichten bei einem Treffen mit Scaramella in einer Londoner Sushi-Bar vergiftet worden. Er wollte den Mord an der Journalistin Anna Politkowskaja aufklären. In dem Restaurant habe Litwinenko von Scaramella Dokumente vorgelegt bekommen, die belegen sollten, dass Politkowskaja von vier Mitgliedern des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB ermordet sein soll, berichtete der "Sunday Telegraph". Scotland Yard ermittelt.

Scaramella arbeitet unter anderem zu Geheimdientsten in der Ex-Sowjetunion. Er lehrte in den USA und Italien.

Politkowskaja, die in Russland über Menschenrechtsverstöße in Tschetschenien berichtete und Putin offen kritisiert hatte, war Anfang Oktober in ihrem Haus in Moskau erschossen worden.