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29-12-2006 Alexander Litvinenko
Fall Litwinenko: Unbekannter Kowtun-Begleiter aus Hamburg im Visier von Scotland Yard
Bei den Ermittlungen zum Gifttod des ehemaligen FSB-Offizier Alexander Litwinenko fahndet die britische Polizei nach einem Unbekannten, der Ende Oktober gemeinsam mit dem russischen Unternehmer Dmitri Kowtun aus Hamburg nach London gekommen war, berichtet die Zeitung "Times" am Freitag.





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Der Mann war im Hamburger Flughafen sowie im Flughafen Heathrow ins Visier von Überwachungskameras geraten. Nach der Ankunft in Heathrow war der geheimnisvolle Begleiter verschwunden. Er ließ sich in keinem der Londoner Hotels unter seinem Namen anmelden, mit dem er sich bei der Paßkontrolle ausgewiesen hatte.

Die Polizei vermutet, dass sich dieser Mann am 1. November mit Kowtun getroffen hatte. Am selben Tag wurde Litwinenko vergiftet.

Scotland Yard weigert sich nach wie vor, bekannt zu geben, ob Kowtun als Vergiftungsopfer, als Zeuge oder als Verdächtiger auftritt, schreibt "Times". Der Unternehmer wurde mehrmals im Beisein britischer Ermittler verhört, als er in einem Moskauer Krankenhaus wegen Verdacht auf Vergiftung mit radioaktivem Polonium 210 behandelt wurde.

Mit Polonium 210 war britischen Behörden zufolge Litwinenko vergiftet worden. Die Spuren dieser Substanz wurden in Hamburg und London gefunden. [ RIA Novosti ]