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07-01-2007 Alexander Litvinenko
Der Fall Litvinenko: Mehr Tote – mehr Polonium
Zwei Tage vor der Vergiftung des ehemaligen FSB-Mitarbeiters Alexander Litvinenko ist in London unter rätselhaften Umständen ein russischer Diplomat mit Verbindungen zu Litvinenkos Umfeld gestorben. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete unter Berufung auf Angehörige des Toten, der 41-jährige Igor Ponomarjow habe mit Litvinenkos Kontaktmann Mario Scaramella zusammenkommen wollen.





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Er sei dann aber aber einen Tag vor dem vereinbarten Treffen am 30. Oktober gestorben. Ponomarjow, Russlands Vertreter bei der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO, habe sich den Angaben zufolge bei einem Opernbesuch plötzlich schlecht gefühlt.

Er habe starken Durst bekommen und binnen kurzer Zeit mehrere Liter Wasser getrunken. Kurz darauf sei er gestorben. Die Angehörigen äußerten laut "Focus" den Verdacht, der Tod stehe in Zusammenhang mit der Litvinenko-Affäre. Die Leiche wurde demzufolge eilig aus London nach Russland gebracht und ohne Obduktion bestattet. Als Todesursache gaben die russischen Behörden einen Herzinfarkt an. Ein möglicher Auslöser für den starken Durst könnte nach Angaben des "Focus" eine Vergiftung mit Thallium gewesen sein. Eine Vergiftung mit diesem Gift hatten britische Mediziner zunächst auch bei dem Polonium-210-Opfer Litvinenko vermutet.

Polonium-210-Spuren in weiterem Londoner Restaurant entdeckt

Im Zuge der Ermittlungen zur radioaktiven Vergiftung des russischen Ex-Spions Alexander Litvinenko sind in einem weiterem Londoner Restaurant Spuren von Polonium 210 gefunden worden. Die britische Gesundheitsbehörde HPA teilte am Freitag allerdings mit, es bestehe keinerlei Gefahr für die Öffentlichkeit. Als Vorsichtsmaßnahme sei den Mitarbeitern aber trotzdem eine Untersuchung ihres Urins angeboten worden. Die HPA wurde nach eigenen Angaben auf Bitten der Londoner Polizei aktiv; genauere Angaben machte sie nicht. Im Zuge der Ermittlungen zum Tod des ehemaligen russischen Geheimagenten waren bereits in einem Sushi-Restaurant Polonium-210-Spuren entdeckt worden.

Der ehemalige russische Agent Litvinenko war Anfang November in London mit dem radioaktiven Element vergiftet worden und drei Wochen später im Krankenhaus gestorben. Der Kreml-Kritiker hatte auf dem Totenbett den russischen Präsidenten Wladimir Putin für seine Vergiftung verantwortlich gemacht. [ afp / russland.RU – die Internet - Zeitung ]