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16-01-2007 Alexander Litvinenko
Fall Litwinenko: Großbritannien rechnet auf weitere Zusammenarbeit mit Russland
Die britische Botschaft in Moskau nimmt keine Stellung zu den Plänen britischer Ermittlungsbeamten, im Zusammenhang mit der Untersuchung des Falls Litwinenko wiederum nach Moskau zu kommen. „Was die Ermittlungen zum Tod von Litwinenko betrifft, so besteht bei Scotland Yard die Praxis, die Untersuchung nicht zu kommentieren, solange sie nicht zu Ende ist“,

erklärte ein Mitarbeiter des Pressedienstes der Botschaft gegenüber RIA Novosti.

„Wir können nur sagen, dass wir auf eine weitere Zusammenarbeit mit den russischen Behörden rechnen“, fügte er hinzu.

In der diplomatischen Mission bezieht man auch keine Stellung zu den Plänen russischer Ermittlungsbeamter, Großbritannien im Rahmen der stattfindenden Untersuchung zu besuchen. „Wir dürfen nicht kommentieren, ob eine Anfrage zum Verhören einzelner Bürger eingegangen ist. Denn das ist eine vertrauliche Angelegenheit und sie wird direkt zwischen den entsprechenden Strukturen geklärt“, betonte man bei der Botschaft.

Am Dienstag teilte der russische Generalstaatsanwalt Juri Tschaika Journalisten mit, dass die Generalstaatsanwaltschaft eine Anfrage von britischen Ermittlungsbeamten mit der Bitte um eine neue Reise nach Russland im Zusammenhang mit der Untersuchung des Falls Litwinenko erhalten hatte.

Ihm zufolge haben russische Ermittlungsbeamte auch die Absicht, in der nächsten Zeit im Rahmen der Untersuchung dieses Falls Großbritannien zu besuchen.

Der ehemalige Offizier des russischen Föderalen Sicherheitsdienstes Alexander Litwinenko, der 2000 nach Großbritannien geflohen war und im Oktober 2006 die britische Staatsbürgerschaft bekam, starb am 23. November vorigen Jahres in London. In seiner Leiche wurde eine bedeutende Menge des radioaktiven Elements Polonium-210 gefunden.

Den Fall des Todes von Litwinenko untersucht die Antiterrorabteilung von Scotland Yard. Eine Gruppe von Scotland-Yard-Beamten weilte vom 4. bis zum 20. Dezember in Russland. In dieser Zeit verhörten sie unter anderem die russischen Unternehmer Andrej Lugowoi und Dmitri Kowtun.

Lugowoi und Kowtun hatten sich mit Litwinenko in London kurz vor seinem Tod getroffen.

Die russische Generalstaatsanwaltschaft leitete am 7. Dezember auch ein Ermittlungsverfahren zum Fakt der Tötung von Litwinenko und des Mordanschlags auf Kowtun ein. [ RIA Novosti  / russland.RU ]