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24-01-2007 Alexander Litvinenko
Litvinenkos Ko-Autor sagt aus Sicherheitsgründen London-Besuch ab
Der Ko-Autor des vergifteten russischen Ex-Spions Alexander Litvinenko hat einem Zeitungsbericht zufolge eine London-Reise aus Sicherheitsgründen abgesagt. Die US-Bundespolizei FBI habe den in den USA lebenden russischen Historiker Yuri Felshtinsky vor dem Besuch gewarnt, berichtete die "Financial Times" am Mittwoch.





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Eigentlich wollte Felshtinsky am Freitag in der britischen Hauptstadt sein gemeinsam mit Litvinenko verfasstes Buch "Blowing Up Russia: Terror from Within" vorstellen. Darin wird dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB vorgeworfen, 1999 eine Serie von Anschlägen in Moskau und anderen russischen Städten verübt zu haben, für die tschetschenische Rebellen verantwortlich gemacht wurden. Bei den Anschlägen, mit denen Moskau eine weitere Offensive in der nach Unabhängigkeit strebenden Kaukasusrepublik rechtfertigte, wurden mehr als 300 Menschen getötet.

Zudem werfen die Autoren des Buches den russischen Geheimdiensten vor, hinter einer Reihe von Ermordungen und Entführungen zu stehen. Litvinenko war Anfang November mit dem radioaktiven Stoff Polonium-210 vergiftet worden und drei Wochen später in einem Londoner Krankenhaus gestorben. Auf seinem Totenbett hatte der Kreml-Kritiker den russischen Präsidenten Wladimir Putin für seine Vergiftung verantwortlich gemacht.