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26-01-2007 Alexander Litvinenko
Fall Litwinkeno: Zeitung berichtet über möglichen Austausch von Beresowski und Lugowoi
Die russische Generalstaatsanwaltschaft schließt eine Auslieferung des Unternehmers Andrej Lugowoi an Großbritannien aus. Britische Behörden verdächtigen Lugowoi, sich an der Vergiftung des ehemaligen FSB-Offiziers Alexander Litwinenko beteiligt zu haben. „Lugowoi ist russischer Staatsbürger, und laut Verfassung dürfen unsere Staatsbürger nicht für gerichtliche Zwecke an andere Länder ausgeliefert werden“, erklärte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft gegenüber RIA Novosti.

Die britische Zeitung „The Guardian“ berichtete am Freitag, London wolle bei Russland eine Auslieferung Lugowois beantragen. Dabei soll ein Tausch Lugowois gegen den Unternehmer Boris Beresowski, der aus Russland geflüchtet ist und derzeit im Londoner Exil lebt, in Frage kommen. Moskau besteht seinerseits auf der Auslieferung Beresowskis.

Zugleich schloss der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft nicht aus, dass Lugowoi in Russland strafrechtlich belangt werden könnte, wenn seine Beteiligung am Litwinenko-Mord nachgewiesen wird.

Die Generalstaatsanwaltschaft führt eigene Ermittlungen zum Fall Litwinenko. Der 2000 nach Großbritannien geflüchtete ehemalige FSB-Offizier Alexander Litwinenko starb am 23. November 2006 in London. In seinem Körper wurden Spuren von der radioaktiven Substanz Polonium-210 gefunden. [ RIA Novosti  / russland.RU ]