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01-02-2007 Alexander Litvinenko
Verdächtiger im Fall Litvinenko zeigt sich gelassen
Einer der beiden Hauptverdächtigen im Fall des ermordeten russischen Ex-Spions Alexander Litvinenko, Andrej Lugowoj, hat sich angesichts der in Großbritannien gegen ihn laufenden Ermittlungen gelassen gezeigt. Er mache sich keine Sorgen, nachdem die britische Polizei ihre Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft übermittelte, sagte Lugowoj am Mittwoch laut Berichten russischer Nachrichtenagenturen. "Das ist nichts Besonderes.





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Das ist die übliche Praxis in Großbritannien, weil die Staatsanwaltschaft anhand des Ermittlungsmaterials ihre Entscheidungen über das Verfahren trifft." Er zähle auf die "Unparteilichkeit und Objektivität der britischen Staatsanwaltschaft", fügte Lugowoj hinzu.

Ein Polizeisprecher hatte zuvor in London mitgeteilt, Scotland Yard habe die Ergebnisse seiner Ermittlungen zum Tod Litvinenkos der britischen Staatsanwaltschaft übermittelt. Als Hauptverdächtige in der Affäre gelten der frühere KGB-Agent Lugowoj und der russische Geschäftsmann Dimitri Kowtun.

Litvinenko hatte sich am 1. November 2006 mit Lugowoj und Kowtun im Londoner Millennium-Hotel getroffen und gemeinsam mit ihnen Tee getrunken. Drei Wochen später starb er an einer Polonium-210-Vergiftung. Medienberichten zufolge geht die Polizei davon aus, dass sich die radioaktive Substanz in dem Tee befand. Nach einem Bericht der "Sunday Times" sehen die britischen Ermittler jedoch kaum Chancen für eine Auslieferung der beiden Hauptverdächtigen durch die russischen Behörden. [afp / russland.RU ]