russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



01-02-2007 Alexander Litvinenko
Fall Litwinenko: Russischer Botschafter schließt Verleumdungsklagen nicht aus
Gegen jene Personen, die während der Ermittlung des Falls Litwinenko an einer Verleumdungskampagne gegen Russland teilgenommen haben, können Klagen eingereicht werden. Das erklärte der russische Botschafter in London, Juri Fedotow, im russischen BBC-Dienst.

"Ich schließe nicht aus, dass manch einer in einer bestimmten Phase, sobald alles geklärt ist, Gerichtsklagen gegen diejenigen wird einreichen wollen, die all die Monate lang Russland verleumdet haben", sagte der Diplomat.

"Ich weiß Bescheid, welche PR-Agenturen diese in Auftrag gegebene Kampagne angekurbelt haben, die von namhaften Personen bezahlt wurde", fügte er hinzu. "Von Anfang an, ohne den Beginn der Ermittlungen abzuwarten, wurden dabei Schuldige genannt. Danach wurden diverse Versionen verbreitet, von denen alle später abgetan wurden."

"Es ging um eine gezielte Diskreditierungskampagne gegen Russland und die russische Führung", betonte Fedotow. "Offenbar wurde dabei die Aufgabe gestellt, den Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern zu schaden. Daraus ist aber nichts geworden und es wird, wie ich hoffe, auch nichts werden."

"Die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern haben eine überaus stabile Basis. Sie beruhen auf gegenseitigen Interessen und Vorteilen sowie auf einer gewissen Anziehungskraft unserer Länder."

Der 2000 nach Großbritannien geflüchtete ehemalige FSB-Offizier Alexander Litwinenko war am 23. November 2006 im Alter von 43 Jahren gestorben. In seinem Körper wurden beträchtliche Mengen an radioaktivem Polonium-210 entdeckt.

Zum Tod von Litwinenko , der als Mord qualifiziert wird, führt die Antiterror-Abteilung von Scotland Yard seit mehr als zwei Monaten Ermittlungen durch. Im Zuge der Ermittlungen besuchten britische Detektive auch Moskau, wo sie u. a. mit den Unternehmern Andrej Lugowoi und Dmitri Kowtun gesprochen haben, die von britischen Medien in den letzten Tagen als die wahrscheinlichsten Verdächtigen genannt werden.

Am Mittwoch übergab die Londoner Polizei die Unterlagen zum Fall an die Staatsanwaltschaft Großbritanniens. [ RIA Novosti  / russland.RU ]