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05-02-2007 Alexander Litvinenko
Westliche Medien nutzen Litwinenko-Vergiftung für Anti-Russland-Kampagne
Die westliche Presse hat absichtlich hysterische Stimmung um den Tod des ehemaligen FSB-Offiziers Alexander Litwinenko geschürt, um eine tendenziöse Anti-Russland-Kampagne in die Wege zu leiten. Das stellt Vitali Iwanow, Vizegeneraldirektor des Zentrums für politische Konjunktur, am Montag in der „Rossijskaja Gaseta“ fest.

„Litwinenko war noch gar nicht richtig tot, während die Medien bereits die angeblichen Mörder gefunden haben“, heißt es im Beitrag. „Als sich noch herausstellte, dass Litwinenko mit Polonium 210 vergiftet wurde, geriet die Presse bei der Enthüllung der ‚Mörder aus dem Kreml’ völlig außer Rand und Band.“

Der eigentliche Sinn der Kampagne bestand darin, die generelle Unzufriedenheit der dortigen Eliten mit dem jetzigen Russland und dessen gewachsenen Ambitionen und dem Anspruch auf einen ‚Platz unter der Sonne“ zum Ausdruck kommen zu lassen, schreibt das Blatt.

Die Hysterie hat sich inzwischen als ansteckend erwiesen. Nun behauptet Luzius Wildhaber, der ehemalige Vorsitzende des Europäischen Menschenrechtsgerichts, er sei bei einem Besuch in Russland im Oktober vergangenen Jahres vergiftet worden.

Damals wurde bei ihm eine Staphylokokken-Infektion diagnostiziert, die danach erfolgreich kuriert wurde. Nun unterhält aber der Ex-Richter die Journalisten mit seinen Erzählungen von einem „Vergiftungsversuch“. Wildhaber selbst hat dabei nicht vor, sich an die Justiz zu wenden, weil er die Sinnlosigkeit eines solchen Schritts klar erkennt. Ein Skandal ist dennoch perfekt. [ RIA Novosti  / russland.RU ]