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23-02-2007 Alexander Litvinenko
Lugowoi schließt Reise nach London nicht aus
Der russische Unternehmer Andrej Lugowoi - Zeuge bei der Untersuchung des Giftmordes am Ex-Agenten Alexander Litwinenko, schließt seine Reise nach London nicht aus. "Derzeit wird mit einigen renommierten britischen juristischen Unternehmen verhandelt, damit das Zusammenwirken mit der britischen Justiz unter Berücksichtigung dessen richtig aufgebaut wird, dass die Untersuchung nicht nur auf dem Territorium Russlands durchgeführt wird", sagte Lugowoi am Freitag live im Rundfunksender "Echo Moskaus".

Nach seinen Angaben wollen britische Ermittler noch ein mal nach Moskau kommen, um den Litwinenko-Fall zu klären. Er wisse noch keine Details der Untersuchung. "Wir bereiten entsprechende Erklärungen für zuständige britische Behörden vor und hoffen darauf, dass sie uns vernünftige Dokumente zurück schicken."

In einer Stellungnahme zu Kontakten mit britischen Ermittlern bei deren erstem Einsatz in Moskau sagte Lugowoi: "Vernehmgungen dauerten Stunden. Meine Ehefrau, die ebenfalls Zeugin im Fall Litwinenko ist, musste ununterbrochen im Laufe von zehn Stunden aussagen." Der Unternehmer ist der Ansicht, dass der erste Einsatz der Briten in Moskau "absolut konstruktiv" war. "Sie haben sich für die Hilfe bedankt", sagte Lugowoi.

Der ehemalige FSB-Mitarbeiter Alexander Litwinenko, der 2000 nach Großbritannien geflüchtet war, starb am 23. November vergangenen Jahres in London an den Folgen einer Vergiftung durch radioaktives Polonium-210. Bei der Obduktion seiner Leiche wurden beachtliche Mengen des gefährlichen Metalls nachgewiesen. [ RIA Novosti  / russland.RU ]