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03-03-2007 Alexander Litvinenko
Attentat auf Litwinenko-Bekannten: Spekulation über Tod vom US-Geheimdienstexperten Joyal
Paul M. Joyal, Ex-Sicherheitschef des Geheimdienstausschusses im US-Senat, soll bei einem Attentat nahe Washington verletzt, wenn nicht gar getötet worden sein. Joyal galt als guter Bekannter des ehemaligen FSB-Mitarbeiters Alexander Litwinenko, der im November vergangenen Jahres mit Polonium tödlich vergiftet wurde.

Dies berichtete die Zeitung „Financial Times“ unter Berufung auf die US-Bundespolizei FBI.

Am vergangenen Sonntag hatte Joyal in einer dem Litwinenko-Fall gewidmeten NBC-Sendung behauptet, dass hinter dem Gifttod Litwinenkos die russische Staatsführung stecke. Doch gibt es widersprüchliche Angaben zu dem Anschlag. Laut „Financial Times“ befindet sich Paul M. Joyal in einem kritischen Zustand. Der US-Sender NBC dagegen berichtet, dass er bereits tot sei.

Laut NBC war Joyal am Donnerstagabend vor seinem Wohnhaus von unbekannten Männern beschossen worden. Kurz zuvor hatte sich Joyal mit dem in den USA lebenden ehemaligen KGB-General Oleg Kalugin in Washington getroffen, berichtete NBC. Nach dem Attentat soll Joyal seine Frau gebeten haben, Kalugin sofort anzurufen.

Litwinenko, Ex-Offizier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, war 2000 nach Großbritannien geflüchtet. Am 23. November 2006 starb er in einer Londoner Klinik. In seinem Körper wurden Spuren der radioaktiven Substanz Polonium-210 festgestellt. [ RIA Novosti  / russland.RU - die Internet-Zeitung ]