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09-04-2007 Alexander Litvinenko
Fall Litwinenko: Moskau will Ermittlungen mit London fortsetzen
Russlands Generalstaatsanwaltschaft schließt weitere gegenseitige Besuche der eigenen und der britischen Ermittlungsbeamten zum Gifttod von Alexander Litwinenko nicht aus. Das sagte Andrej Majorow, stellvertretender Chef des für besonders wichtige Fälle zuständigen Amts der Generalstaatsanwaltschaft, im russischen Fernsehsender NTW am Sonntag.

Die russische und die britische Seite „führen faktisch zwei parallele Ermittlungen“, so Majorow. „Deshalb entsteht bei uns die Notwendigkeit, Informationen und Dokumente auszutauschen.“ „Zwischen beiden Seiten wurde jetzt eine bessere gegenseitige Verständigung erreicht als zu Beginn der Ermittlungen“, fügte er hinzu.

Auf die Vernehmung des im britischen Exil lebenden russischen Großunternehmers Boris Beresowski angesprochen, dementierte Majorow dessen Behauptungen, dass die Fragen auf die finanzielle Seite des Falls und nicht auf den Fall Litwinenko gerichtet waren. „Alle Fragen waren gerade mit dem Fall Litwinenko verbunden“, sagte Majorow. „Litwinenko hat viele Jahre lang enge Beziehungen mit Beresowski unterhalten, sie wurden unter anderem mit finanziellen Fragen verbunden. Insofern waren wir gezwungen, diese Fragen zu stellen.“

Der ehemalige FSB-Offizier Alexander Litwinenko, der 2000 nach Großbritannien geflüchtet war, war am 23. November 2006 im Alter von 43 Jahren gestorben. In seinem Körper stellten britische Mediziner beachtliche Mengen an radioaktivem Polonium-210 fest. Bei ihren Ermittlungen des Falls, der als Mord qualifiziert wird, besuchten Scotland-Yard-Mitarbeiter Moskau und vernahmen mehrere Zeugen. [ RIA Novosti  / russland.RU ]