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21-05-2007 Alexander Litvinenko
Staatsanwaltschaft: Beckett übte keinen Druck im Fall Litvinenko aus
Die britische Staatsanwaltschaft hat einen Medienbericht dementiert, nach dem das Außenministerium in London im Fall des ermordeten russischen Ex-Spions Alexander Litvinenko Druck auf die Ermittler ausgeübt habe.

Es sei falsch, dass Außenministerin Margaret Beckett die Staatsanwaltschaft gedrängt habe, keine Haftbefehle gegen die beiden Hauptverdächtigen, die früheren KGB-Agenten Andrej Lugowoj und Dimitri Kowtun zu erheben, teilte Ken Macdonald, Chef der Strafverfolgungsbehörde der britischen Krone (CPS), am Sonntag mit. "Es ist in dem Fall noch keine Entscheidung gefällt worden." Es werde weiter ermittelt. Die Zeitung "News of the World" hatte berichtet, Beckett habe sich in die Ermittlungen eingeschaltet, um die Erlassung von Haftbefehlen für Lugowoj und Kowtun zu verhindern. "Das darf nicht geschehen", soll Beckett demnach dem Krisenstab der Regierung, COBRA, gesagt haben. Derzeit liefe es mit den Russen gut. "Wir können es uns nicht leisten, sie aufzubringen", wurde die Ministerin in der Zeitung zitiert. Die Staatsanwaltschaft sei angehalten worden, bis zur Einsetzung einer neuen britischen Regierung am 27. Juni keine weiteren Schritte zu unternehmen.

Litvinenko hatte sich am 1. November 2006 mit Lugowoj und Kowtun im Londoner Millennium-Hotel getroffen und gemeinsam mit ihnen Tee getrunken.

Drei Wochen später starb er an einer Polonium-210-Vergiftung. Medienberichten zufolge geht die Polizei davon aus, dass sich die radioaktive Substanz in dem Tee befand.