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24-05-2007 Alexander Litvinenko
Liwinenko-Mord: Keine Beweise für Beteiligung russischer Geheimdienste
Die britische Regierung hat beschlossen, keine offiziellen Anfragen bezüglich einer möglichen Beteiligung russischer Geheimdienste am Mord des ehemaligen FSB-Offiziers Alexander Litwinenko an Moskau zu schicken.



Das berichtet die Online-Version der britischen Zeitung "The Times" am Donnerstag unter Berufung auf Quellen in der britischen Regierung.

"Angenommen wurde der Standpunkt, dass dies ein krimineller Fall ist und keine Geheimdienstaktivität", zitiert die Zeitung einen anonymen Sprecher des britischen Außenministeriums.

Zuvor hatte die "Times" aus ihren Quellen in der Polizei erfahren, bei den Ermittlungen des Todes von Litwinenko seien Indizien entdeckt worden, die von einer Beteiligung von Geheimdiensten an diesem Mord zeugen.

Am gestrigen Mittwoch hieß es in der britischen Regierung jedoch, es gebe kein eindeutiges Beweismaterial, das die Beteiligung der Geheimdienste belegen würde.

Der ehemalige FSB-Offizier Alexander Litwinenko war 2000 nach Großbritannien geflüchtet. Er starb am 23. November 2006 in London. In seinem Körper wurden Spuren der radioaktiven Substanz Polonium-210 entdeckt.

Letzten Dienstag erhob die britische Staatsanwaltschaft Anklage gegen den russischen Unternehmer Andrej Lugowoi. Die britischen Behörden wollen demnächst einen Auslieferungsantrag an Russland richten. Lugowoi weist indes alle Anschuldigungen zurück. [ria-novosti]