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27-11-2006 Alexander Litvinenko
Litwinenkos Aufenthaltsorte in London werden entstrahlt
Fachleute aus der staatlichen Entstrahlungsinstitution Großbritanniens sind jetzt im japanischen Restaurant Itsu im Zentrum Londons im Einsatz, in dem der ehemalige FSB-Offizier Alexander Litwinenko vermutlich mit radioaktivem Polonium 210 vergiftet wurde. Das teilte diese Behörde in einer offiziellen Presseerklärung mit.





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Zuvor hatten Experten aus Scottland Yard und der Britischen Gesundheitsschutzagentur Polonium-210-Spuren in diesem Restaurant an der Piccadilly-Straße sichergestellt. Strahlungsspuren wurden außerdem in Litwinenkos Haus und im Hotel Millennium im Zentrum Londons entdeckt, wo er am 1. November mit seinen Bekannten zusammentraf.

Britische Medien verbreiteten am vergangenen Wochenende äußerst unterschiedliche Versionen zu Ursachen des Todes des früheren FSB-Offiziers. Großbritanniens Innenminister John Reed stellte fest, dass momentan keine Versionen ausgeschlossen werden. Er äußerte seine Hoffnung darauf, dass die russische Seite mit ihren Informationen zu den Ermittlungen beitragen wird.

Diese Woche sollen die Ermittlungsbeamten mit Andrej Lugowoi und Dmitri Kowtun in Moskau sowie Mario Scaramella in Rom zusammentreffen. Litwinenko war mit diesen Personen am 01. November kurz vor der radikalen Verschlechterung seines Befindens zusammengetroffen.

Der 2000 nach Großbritannien geflüchtete Ex-FSB-Offizier Alexander Litwinenko hatte im Oktober dieses Jahres einen britischen Pass erhalten. Er starb am 23. November in der Londoner Universitätsklinik.

Nachdem Strahlungsquellen in der Leiche sichergestellt wurden, musste die gerichtsmedizinische Obduktion verschoben werden. [ RIA Novosti ]