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31-05-2007 Alexander Litvinenko
Generalstaatsanwalt von Russland will Unternehmer Lugowoj nicht gegen Beresowski eintauschen
Der Eintausch des russischen Unternehmers Andrej Lugowoj, der in Großbritannien des Mordes am Ex-FSB-Beamten Alexander Litwinenko verdächtigt wird, gegen Boris Beresowski kommt für die russische Generalstaatsanwaltschaft nicht in Frage.




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Erklärte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch gegenüber ITAR-TASS. Vor einigen Tagen hatte Duma-Abgeordneter Wladimir Wassiljew eingeräumt, dass ein solcher Tausch „Gegenstand von Verhandlungen“ sein könnte. „Das ist die persönliche Meinung des Duma-Abgeordneten“, sagte der Staatsanwaltschaftssprecher. „Die Generalstaatsanwaltschaft geht darauf nicht ein, weil derartige Handlungen aufgrund der russischen Verfassung unmöglich sind, die jede Auslieferung russischer Staatsbürger an andere Staaten untersagt“, so der Sprecher.

„Was Beresowski angeht, so ist unser Auslieferungsantrag gegen ihn wohl begründet und wir rechnen damit, dass Beresowski über kurz oder lang überstellt wird.“

In Russland besteht gegen Beresowski wegen Verdachts auf mehrere Schwerverbrechen ein Haftbefehl. Russland hatte mehrere Auslieferungsbegehren an Großbritannien gerichtet. Doch die britische Justiz lehnte sie ab.

Litwinenko, ein früherer Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, war 2000 nach Großbritannien geflüchtet und starb am 23. November 2006 in der Londoner Universitätsklinik. In seinem Körper wurden Spuren der radioaktiven Substanz Polonium-210 festgestellt. Scotland Yard leitete daraufhin Ermittlungen wegen Vergiftung ein.

In der vorigen Woche erhob die britische Staatsanwaltschaft Anklage gegen den russischen Unternehmer Andrej Lugowoj wegen Vergiftung Litwinenkos. Großbritannien forderte eine Überstellung von Lugowoj aus Russland.

Diese Vermutung sei eine Meinung des Dumaabgeordneten Wladimir Wassiljew, aber diese Frage könne unmöglich zum Gegenstand der Verhandlungen werden, versicherte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.