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15-06-2007 Alexander Litvinenko
FSB: Lugowoj in Russland unter Spionageverdacht
Nach dem Giftmord an dem russischen Ex-Spion Alexander Litvinenko hat der russische Geheimdienst FSB eine Untersuchung wegen Spionage auf Grundlage von Aussagen des früheren KGB-Agenten Andrej Lugowoj eingeleitet.




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"Nach der Analyse der Aussage des russischen Geschäftsmanns Andrej Lugowoj hat die Abteilung für Untersuchungen des FSB in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen Spionage eingeleitet", zitierte am Freitag die russische Nachrichtenagentur Interfax den FSB.

„Weil er behauptet hatte, der britische Geheimdienst hätte ihn anwerben wollen, ermittelt der FSB gegen ihn als mutmaßlichen Doppelagent,“ schreibt die NZZ aus Zürich.

Bereits gestern sagte der russische Generalstaatsanwalt Juri Tschaika vor Journalisten. „Wir prüfen die Argumente der britischen Seite, aber es geht keineswegs um die Auslieferung.“ Laut Tschaika hat die britische Staatsanwaltschaft der russischen Seite nur eine Bewertung der Beweise im Litwinenko-Mordfall „und keine Unterlagen der Strafsache“ vorgelegt.

Großbritannien hatte im Mai eine Anklage gegen Lugowoj beschlossen. Ihm wird vorgeworfen, den Kreml-Kritiker Litvinenko Ende 2006 in London mit radioaktivem Polonium vergiftet zu haben. Die russischen Behörden lehnen eine Auslieferung Lugowojs ab. Lugowoi bestreitet, etwas mit dem Tod des Kreml-Kritikers zu tun zu haben.