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12-07-2007 Alexander Litvinenko
London erwägt in Litvinenko-Affäre Ausweisung russischer Diplomaten
Im Zusammenhang mit dem Gifttod an dem russischen Ex-Spion Alexander Litvinenko erwägt die britische Regierung nach Presseberichten die Ausweisung russischer Diplomaten.



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Da die russischen Behörden sich weigerten, den frühren KGB-Mann Andrej Lugowoj auszuliefern, der Litvinenko mit Polonium vergiftet haben soll, sei es "absolut wahrscheinlich", dass Diplomaten ausgewiesen würden, berichtete der "Daily Telegraph" am Donnerstag. Im "Guardian" hieß es, auch andere Maßnahmen wie die Drosselung der Zusammenarbeit im Handel, im Bildungswesen und bei der Terrorismus-Bekämpfung kämen in Betracht. Außenminister David Miliband hatte gesagt, London werde auf die Weigerung zur Auslieferung Lugowojs mit dem "gebotenen Ernst" reagieren.

Bislang seien keine "Entscheidungen gefallen", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in London. Die "Financial Times" berichtete unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsmitarbeiter, dass die Regierung "sehr bald" im Parlament ihre Beschlüsse bekannt geben werde. Litvinenko war Ende 2006 in London mit radioaktivem Polonium vergiftet worden. Großbritannien hatte dem früheren Geheimdienst-Agenten politisches Asyl gewährt.